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Sanierung des Herisauer Obstmarkts wird konkret

Mit der Zustimmung des Einwohnerrates zu einem Verpflichtungskredit wird ein Ideenwettbewerb für den Platz vor dem Regierungsgebäude ermöglicht. Bis 2020 werden sechs Planerbüros ihre Visionen präsentieren.
Alessia Pagani

Nach mehreren Jahrzehnten, in denen Ideen gesammelt, Anliegen kundgetan und Wünsche ausgesprochen wurden, kann nun ein konkretes Projekt für die Umgestaltung und Sanierung des Obstmarktes im Herisauer Dorfzentrum ausgearbeitet werden. Der Einwohnerrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch einen Verpflichtungskredit über 180000 Franken zur Durchführung eines Projektwettbewerbs gesprochen. Das Resultat war deutlich: Bei einer Enthaltung stimmten 22 Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte für den Kredit, einzig einige Vertreter der SVP wie eine EVP-Einwohnerrätin votierten mit einem Nein. Die zuständige Gemeinderätin Regula Ammann-Höhener sprach von einem wichtigen und richtigen Schritt.

Abschliessender Entscheid liegt beim Gemeinderat

Der Start für den Projektwettbewerb ist für Mai geplant. Eine Jury wird sechs Planerteams auswählen, die bis Anfang 2020 Projektvorschläge einreichen. Die Bevölkerung soll an einer Informationsveranstaltung die Gelegenheit bekommen, sich ein Bild der eingereichten Projekte zu machen. Ein Team wird von einer Jury aus Fachpersonen, einer politischen Vertretung sowie Grundeigentümern und Nutzern als Sieger erkoren. Den abschliessenden Entscheid darüber, welches der sechs Projekte schliesslich dem Stimmbürger vorgelegt wird, liegt beim Gemeinderat. Bereits in der Vergangenheit wurde eine Neugestaltung geprüft. So fand beispielsweise 1977 ein Ideenwettbewerb statt, 1998 haben Absolventen der HSR Rapperswil mögliche Varianten aufgezeigt. Die letzten Studien wurden 2015 verfasst. Ziel war es, Ideen und Inspiration zu erhalten. Diese können nun in den Projektwettbewerb einfliessen.

Zwei Anträge ungültig, zwei abgelehnt

Die Einwohnerratssitzung war hauptsächlich geprägt von den Wortmeldungen von Reto Sonderegger (SVP). Diesen stört vor allem, dass die Bevölkerung bei einem solchen Wettbewerb nur beschränkt Einfluss nehmen kann. «Warum holt man die Ideen nicht dort?», so Sonderegger. Den Rückweisungsantrag zu Gunsten eines offenen Ideenwettbewerbs zog Sonderegger zwar wieder zurück, stellte allerdings vier neue Anträge. Jener der Eruierung des Wettbewerbgewinners durch eine Volksabstimmung und jener der Ermittlung des Beurteilungsgremiums durch eine parlamentarische Kommission wurden für ungültig erklärt. Als stossend empfand Karin Jung (FDP) die Forderung nach einer Volkswahl. Gemeinde- wie auch Einwohnerrat seien vom Volk legitimiert. Regula Ammann-Höhener sagte: «Wir wissen, was das Volk will. Nun ist es wichtig, dass mit einem konkreten Projekt der nächste Schritt realisiert wird.» Gemeindepräsident Renzo Andreani sprach von einem partizipativen Prozess. Im Saal war der Unmut vieler Einwohnerräte spürbar – es schien, als sei man der Diskussion überdrüssig. Die beiden weiteren Anträge Sondereggers, welche die Reduktion des Kredits verlangten, wurden denn auch abgelehnt.

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