Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Sammelaktion ist gut gestartet

In Kurdistan leben mehr als eine Million von dem IS vertriebene Flüchtlinge unter prekären Bedingungen. Seelsorger Stefan Staub aus Teufen stellt einen Hilfskonvoi auf die Beine. Dieses Wochenende hat das Sammeln von Kleidern und anderem Material angefangen.
Monika Egli
Emsiges Begutachten und Sortieren am Samstagmorgen im Pfarreizentrum Bendlehn. Was man nicht sieht: Im Vorraum hat es noch sehr viele zusätzliche Säcke und Kisten mit Kleidern, Spielwaren und Hygieneartikeln. Die Sammelaktion dauert noch den ganzen Monat. (Bilder: eg)

Emsiges Begutachten und Sortieren am Samstagmorgen im Pfarreizentrum Bendlehn. Was man nicht sieht: Im Vorraum hat es noch sehr viele zusätzliche Säcke und Kisten mit Kleidern, Spielwaren und Hygieneartikeln. Die Sammelaktion dauert noch den ganzen Monat. (Bilder: eg)

TEUFEN. Es herrscht reger Betrieb an langen Tischen: Im Pfarreizentrum Stofel sind Freiwillige daran, Kleider zu sortieren. Die gespendeten Teile, angeliefert in Säcken und Schachteln, werden zuerst begutachtet. Sind sie sauber? Sind sie ganz? Dann werden sie geordnet in «Frauen», «Männer», «Kinder» und «Jugendliche»; Sommer- und Winterbekleidung kommen auf getrennte Beigen, diese werden noch einmal aufgeteilt in kleine, mittlere und grosse Grössen. Erst dann werden sie in Schachteln gepackt. Aber auch Spielzeug, Hygieneartikel, Schuhe, Socken, Handschuhe, Schals, Hüte und Kappen werden aussortiert und jeweils zusammen verpackt. Die Sammelaktion hat am Freitagabend angefangen. Am Samstagmorgen sind schon viele, ja unzählige Spenden eingegangen. Es sind riesige Mengen an Kleidungsstücken, die offensichtlich ein bis anhin entbehrliches Dasein in Kästen gefristet haben.

Hilfskonvoi nach Kurdistan

«Ja, wir haben schon sehr viele Kleider erhalten», sagt Initiant Stefan Staub, der katholische Seelsorger von Teufen. «Aber wir brauchen natürlich auch sehr viel. Immerhin sollen Ende März mindestens drei, eher aber vier Lastwagen vollbepackt als Hilfskonvoi nach Kurdistan aufbrechen und den Flüchtlingen im Camp Dohuk dringend nötige Sachgüter bringen.» Die Verteilung vor Ort wird durch die Hilfsorganisation «Barzani Charity Foundation» mitorganisiert. «Es wird eine Art <Fassstrasse> errichtet. Deshalb müssen wir hier alles sehr übersichtlich sortieren und verpacken. Eine erste Hilfslieferung bricht bereits Anfang Februar Richtung Kurdistan auf. «Wir haben vom Bund sehr viel Material erhalten, vor allem Heizöfen, Schuhe und Decken.»

Stefan Staub hatte keine grosse Mühe, genügend Freiwillige für das Sortieren und Verpacken zu rekrutieren. «Wir sind eine lebendige Gemeinde mit 140 Aktiven.»

Nur neue Unterwäsche

Nicht gesammelt wird Unterwäsche. «Wir würden ja auch nicht gebrauchte Unterwäsche anziehen wollen.» Trotzdem braucht es sie natürlich; Stefan Staub wäre froh, wenn es Personen gäbe, die neue Unterwäsche kaufen und spenden könnten. Und selbstverständlich wird auch Bargeld benötigt. «Pro Lastwagen rechnen wir mit Kosten von 10 000 Franken. Nach Kurdistan sind es 4000 km; bei den Lastwagen haben wir zwei Franken pro Kilometer veranschlagt.» Stefan Staub sucht weiterhin Firmen und Privatpersonen, die Geld spenden.

Sammeln und Spenden

Mindestens noch bis Ende Januar werden im Pfarreizentrum Stofel Kleidungsstücke, Spielwaren und Hygieneartikel jeweils am Freitag von 13.30 bis 19.30, am Samstag von 9 bis 12 und am Sonntag von 9.30 bis 11.30 Uhr entgegengenommen. Für Geldspenden: IBAN CH17 8102 3000 0037 2636 1, BC-Nr. 81023, Swift-code RAIFCH22A23.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.