«Salome» on Tour in der Propstei

Eigenproduktion Mit «Salome» legte Oscar Wilde sein einziges tragisches Stück vor, das bei seiner Uraufführung gleich zum Skandal wurde. Salome, die von dem gefangenen Prediger Jochanaan zurückgewiesen wird, fordert aus verschmähter Liebe von ihrem Stiefvater Herodes den Kopf des Predigers.

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Eigenproduktion Mit «Salome» legte Oscar Wilde sein einziges tragisches Stück vor, das bei seiner Uraufführung gleich zum Skandal wurde. Salome, die von dem gefangenen Prediger Jochanaan zurückgewiesen wird, fordert aus verschmähter Liebe von ihrem Stiefvater Herodes den Kopf des Predigers.

Herodes scheut vor den Folgen eines solchen Mordes zurück und weigert sich, Salomes Bitte zu erfüllen. Neben diesem Liebes- und Beziehungskonflikt steht die politische Auseinandersetzung im Zentrum. Herodes versucht, den Staat zu stabilisieren, sich die lebensnotwendige Unterstützung aus Rom weiter zu sichern und seine Kraft gegen seine regionalen Gegner einzusetzen.

Ein innerstaatlicher Konflikt würde seine Position entscheidend schwächen. Umgekehrt bietet die von Rom diktierte Politik den Judäern einen idealen Nährboden für eine Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Arm gegen reich, Vorderasien gegen Europa, Utopien gegen Realpolitik – alle diese Gegensätze wirken hochaktuell und spiegeln sich im Stück wider.

Unter der Regie von Tim Kramer und in der Ausstattung von David König spielen die Schauspielerinnen und Schauspieler des Theater am Kirchplatz aus Schaan (TAK) Fritz Hammel, Philip Heimke, Claudia Wiedemer und Monika Wiedemer. Fritz Hammel, Schauspieler unter anderem des Volkstheaters Wien, ist dem Publikum bekannt und kehrt mit «Salome» auf die Bühne des TAK zurück. (pd)

21. Oktober in der Propstei in Alt St. Johann, 20 Uhr Informationen und Karten unter Telefon 071 999 99 11; Toggenburg Tourismus, Hauptstrasse 104, Wildhaus