Saisonstart
Nach Rücktritt der Faustball-Legende: Walzenhausen strebt direkten Ligaerhalt an

Am Wochenende starten die NLA-Männer und die NLB-Frauen aus Walzenhausen in die Faustball-Meisterschaft. Die Männer müssen den Rücktritt von Cyrill «Fausto» Schreiber verkraften. Die Frauen nehmen die Saison mit einem verjüngten Kader in Angriff.

Lukas Pfiffner
Merken
Drucken
Teilen
Eine nationale Faustball-Grösse: Cyrill Schreiber.

Eine nationale Faustball-Grösse: Cyrill Schreiber.

Rouven Schoenwandt

In der vergangenen Saison retteten sich die Männer des STV Walzenhausen als Letztplatzierte in der Barrage gegen Schlieren und Olten. In diesem Jahr steigt eine Mannschaft direkt in die NLB ab, der Vorletzte bestreitet den «Stichkampf».

Man sei sich bewusst, dass seine Faustballer sicher nicht um den Meistertitel mitreden werden, sagt Trainer Martin Sieber.

«Unser Ziel heisst: direkter Ligaerhalt, also der drittletzte Platz. Wenn wir dann in die Barrage müssen, haben wir wenigstens schon Erfahrung darin.»

Der Abschied der Legende

Mit dem Rücktritt der nationalen Legende Cyrill «Fausto» Schreiber hat Walzenhausen eine markante Veränderung im Gefüge zu verkraften. Der 37-Jährige, der als bester Schweizer Faustballer aller Zeiten gilt, Weltcupsieger wurde und im WM-Final stand, ist im Winter Vater eines Sohnes geworden. Ihn als Hauptschläger eins zu eins zu ersetzen, sei natürlich nicht möglich, meint Sieber.

Stefan Fehle wechselt dafür von der Hinterposition in den Angriff. Aufgrund militärischer Wiederholungskurse zweier Spieler könnte die personelle Situation in der einen oder anderen Partie schwierig werden, ergänzt der Trainer. Die Hallensaison fand wegen Corona nicht statt, auch die Vorbereitungsturniere fielen der Pandemie zum Opfer. «Damit mussten alle Teams fertig werden», meint Sieber. Walzenhausens Männer haben zuletzt rund fünf Wochen in Widnau trainiert, weil die eigene Sportanlage auf der Franzenweid noch nicht zur Verfügung stand.

Verjüngung bei den Frauen

Anders als für die Männer präsentiert sich die Ausgangslage für die Faustballerinnen aus Walzenhausen. Die vergangene NLB-Meisterschaft schlossen sie hinter Aufsteiger Kirchberg auf dem zweiten Platz ab. Somit würden die Vorderländerinnen nun nebst Absteiger Rebstein zu den natürlichen Aufstiegsanwärterinnen gehören. «Mit dem letztjährigen Team schon», stellt Trainer Theo Tobler fest. Verletzungen, Operationen und Schwangerschaften hätten aber dazu geführt, dass man mit einer verjüngten Mannschaft starte. In der aktuellen Besetzung könnte man in der NLA nicht bestehen. «Da sind wir realistisch genug.» Das Ziel sei freilich schon, in der zweithöchsten Liga vorne mitzuspielen. «Wir haben ein Kader, das gross genug ist.

Die Spielpraxis fehlt allerdings besonders den jungen Spielerinnen. Und auf gewissen Positionen sind wir eher dünn besetzt.» Viel Zeit, um Erfahrungen zu sammeln, habe man nicht. Im Prinzip müsse man sofort punkten, sagt der Trainer. Mit zwei Trainings pro Woche haben sich die Frauen des STV Walzenhausen auf die Meisterschaft vorbereitet.

Beide starten in Elgg

Walzenhausens Männer eröffnen die NLA-Saison heute Samstag in Elgg mit den Spielen gegen Elgg und RiWi. Sieben der acht Runden sind noch vor der Sommerpause zu spielen. Am Samstag, 12. Juni, und am Samstag, 26. Juni, sind die Vorderländer jeweils ab 14 Uhr auf ihrem Sportplatz Franzenweid im Einsatz. Am kommenden Mittwoch treten sie zum Cup-Sechzehntelfinal beim B-Verein Wollerau an. Die Frauen des STV Walzenhausen spielen zum Saisonstart morgen Sonntag ebenfalls in Elgg gegen Oberentfelden und Rebstein. Eine Heimrunde findet für die Walzenhauserinnen nicht statt. Schon Ende Juni ist die Qualifikation abgeschlossen. Der Tabellenerste steigt in die NLA auf, der Letzte ab.