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Saisonstart im Alpstein: Nicht nur im «Aescher» kommt es zu Neuerungen

Die Wandersaison im Alpstein ist lanciert, doch es ist aufgrund des vielen Schnees Vorsicht geboten. Der «Aescher» wartet mit Neuheiten, und im «Plattenbödeli» übernimmt die nächste Generation.
Mea McGhee, Karin Erni
Aussicht vom Säntis mit Blick in Richtung Hoher Kasten mit Seealpsee. (Bild:Benjamin Manser)

Aussicht vom Säntis mit Blick in Richtung Hoher Kasten mit Seealpsee. (Bild:Benjamin Manser)

Im Alpstein liegt für diese Jahreszeit ungewöhnlich viel Schnee. Dennoch öffnen viele Berggasthäuser dieser Tage ihre Türen. Am heutigen Freitag schaufelt Sepp Manser mit seinem Team den Weg von der Bollenwees zur Meglisalp frei, sodass er gegen Abend erste Gäste bewirten kann. Der Wanderwegverantwortliche des Bezirks Schwende gibt zu bedenken:

«Viele Wege sind noch nicht begehbar. Es ist aufgrund der Schneebedingungen zu gefährlich.»

Man solle sich bei den Bergwirten oder den Bergbahnen über die aktuellen Bedingungen informieren.

Dass im «Aescher» mit dem Team Pfefferbeere nebst neuen Wirtsleuten auch eine neue Speisekarte Einzug gehalten hat, ist hinlänglich bekannt. Seit dieser Woche umsorgen Betriebsleiterin Melanie Gmünder und ihre Mitarbeiten die Gäste.

Auch andernorts wird man von neuen Gesichtern begrüsst: Auf dem Schäfler, 1924 Meter über Meer, hat Daniel Dobler den Betrieb in vierter Generation übernommen. «Ich freue mich auf die Verantwortung. Die Logistik des Berggasthauses ist eine spannende Aufgabe», sagt der gelernte Elektro-Installateur. Er kann in der Küche auf die Hilfe seines Vaters Dölf zählen. Auf der Speisekarte finden sich Klassiker wie Chäshörnli, Rösti und neu eine Whiskywurst. In der Gaststube wurde das Buffet erneuert, sodass Getränke gekühlt werden können.

Dem Schäfler zu Füssen liegt die Ebenalp. Hier stehen Samara und Sepp Kölbener vor ihrer ersten Sommersaison im Berggasthaus. Die jungen Wirtsleute haben im Dezember den Familienbetrieb übernommen. Mutter Annelies Kölbener hilft weiter in der Küche mit. Am Kronberg hat im Frühling Max Thoma die Leitung der Gastronomiebetriebe übernommen. Das Berggasthaus ist seit Ostern geöffnet.

Der Liebe wegen im Alpstein geblieben


Auf dem Plattenbödeli oberhalb Brülisau haben Manuela Sager und Alois Inauen den Betrieb des Gasthauses von Rita und Wisi Inauen übernommen. Diese haben das «Plattenbödeli» seit 1991 geführt und ausgebaut. Ein Anbau bietet mehr Komfort für den Gast. Weiter wurde ein Seminarhaus erstellt und die Matratzenlager verkleinert. Das Haus verfügt über 90 Schlafplätze, verteilt auf sieben Komfortzimmer, zwölf Nostalgiezimmer und einige Familienlager. Die vor zwei Jahren erfolgte Erneuerung des Sälianbaus hätten sie wohl nicht an die Hand genommen, wenn sie nicht gewusst hätten, dass die Jungen übernehmen würden, sagt Rita Inauen. Sie freut sich, nicht mehr die Verantwortung tragen zu müssen.

«Wir können uns nun auch einmal Zeit für uns nehmen.»

Bei schönem Wetter und in der Hauptsaison sei aber jede Hand nötig. Und sie helfen den Jungen gerne. «Es ist ein Glück, dass wir beide gesund sind.» Manuela Sager kommt aus dem Lömmenschwil. Vor drei Jahren hatte die gelernte Drogistin eine Saisonstelle im Service auf dem Plattenbödeli angenommen. Zwischen ihr und Alois, dem Juniorchef, funkte es und sie wurden ein Paar. Um möglichst viel in seiner Nähe zu sein und weil es ihr im Alpstein so gut gefiel, hängte sie weitere Saisons an. Inzwischen hat sie auch die Arbeit in der Küche kennen gelernt. Diese ist die Domäne von Wisi Inauen. Sohn Alois, der gelernte Maurer, unterstützte ihn die letzten Jahre und hat sich das Kochhandwerk angeeignet. Veränderungen haben die jungen Gastgeber nur zurückhaltend realisiert. Die Speisekarte hat zwar optisch geändert, zu finden sind aber die altbewährten Speisen, und natürlich dürfen die Rösti-Variationen nicht fehlen.

Wisi und Rita Inauen haben den Betrieb im Berggasthaus Plattenbödeli an Sohn Alois (rechts) übergeben, der ihn mit Partnerin Manuela Sager führt. Bild: Karin Erni

Wisi und Rita Inauen haben den Betrieb im Berggasthaus Plattenbödeli an Sohn Alois (rechts) übergeben, der ihn mit Partnerin Manuela Sager führt. Bild: Karin Erni

Speziell ist die Situation für Claudia und Ruedi Manser-Abderhalden vom Berggasthaus Alter Säntis. Da die Säntisbahn voraussichtlich erst im Juni wieder den Betrieb aufnimmt, konnten sie den Gipfel im Winter nur per Helikopter erreichen. «Sobald es die Witterung zulässt, beginnen wir mit den Bauarbeiten für die neuen Gästezimmer», sagt Claudia Manser. Dieses Jahr sind deshalb keine Übernachtungen im «Alten Säntis» möglich.

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