SAISONAUFTAKT VOLLEY TOGGENBURG: «Glaronia ist eine harte Nuss»

Am Samstag starten die Toggenburger Volleyballerinnen zur Meisterschaft der Nationalliga B. Trainer Marcel Erni wagt einen Ausblick in die Zukunft.

Beat Lanzendorfer
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Volley Toggenburg beginnt am Samstag die Saison 2017/18 gegen den VBC Glaronia. (Bild: Reinhard Kolb)

Volley Toggenburg beginnt am Samstag die Saison 2017/18 gegen den VBC Glaronia. (Bild: Reinhard Kolb)

Marcel Erni: Wie sind die letzten Wochen der Vorbereitung verlaufen?

Insgesamt verlief die Vorbereitung zufriedenstellend. Wir mussten aber für die Trainings viele individuelle Lösungen finden, weil die Spielerinnen zum Teil noch an gesundheitlichen Problemen arbeiteten, im Beachvolleyball aktiv waren oder wie Jasmine Fiechter mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft im Einsatz standen. Wir haben individuell zwar Fortschritte erzielt, müssen das aber jetzt unbedingt mit dem Team aufs Feld bringen.

Gab es Mutationen im Kader?

Abgänge gibt es keine fixen. Miriam Reiser und Nora Terinieri weilen zurzeit wegen Sprachaufenthalten im Ausland. Wir hoffen, dass beide im Januar 2018 zum Team stossen werden. Insgesamt können wir auf vier neue Spielerinnen zählen. Romy Bongard stiess von unserem 1.-Liga-Team zum Kader und wird als zweite Zuspielerin eingesetzt. Hugrun Oskardottir (isländische Nationalspielerin) verstärkt mit ihren 190 Zentimetern den Mittelblock. Nicole Kamer kam von Ligakonkurrent VBC Glaronia, und Jana Pfyl unterstützt uns als Verteidigungsspezialistin auf der Liberaposition.

Volley Toggenburg bestreitet nach seinem freiwilligen Abstieg aus der NLA seine zweite Saison in der zweithöchsten Spielklasse. Konnte das Vorhaben, Konsolidierung eine Liga tiefer, auch finanziell, erreicht werden?

Die Konsolidierung konnte einigermassen erreicht werden. Finanziell stehen wir aber noch nicht da, wo wir eigentlich sein möchten. Wir haben unsere Nachwuchsarbeit nochmals stark ausgebaut und sind darum darauf angewiesen, den finanziellen Grundbedarf zu decken. Swissvolley plant in Zukunft eine Verkleinerung der Nationalliga B von zwei 8er-Gruppen auf eine 12er-Gruppe, wahrscheinlich auf die Saison 20/21 hin. Das wird auch finanziell sicher einen Mehraufwand bedeuten. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass wir aktuell bei den Finanzen am untersten Niveau stehen. Wenn wir unsere langfristigen Ziele verwirklichen wollen, müssen wir unsere Einnahmen in Zukunft mindestens verdoppeln.

Wie sieht der Modus aus? Wer steigt auf, wer steigt ab?

Zuerst spielen wir eine Qualifikationsrunde mit den anderen acht Ostgruppenteams. Total 14 Spiele. Die besten vier Teams nach der Qualifikation bestreiten nachher gegen die besten vier Teams der Westgruppe je ein Heim- und Auswärtsspiel, insgesamt sind es acht Spiele. Die ersten beiden Teams dieser Runde spielen in einer Dreiergruppe mit dem Verlierer der Playouts der NLA um den einzigen NLA-Platz. Die Teams auf Rang 15 und 16 steigen direkt ab. Platz 13 und 14 spielen eine Auf-/Abstiegsrunde mit den beiden Verliererteams der Finalplayoffs der 1. Liga um die beiden verbleibenden Plätze in der NLB.

Wo sehen Sie Ihre Mannschaft in den kommenden Monaten? Kann sie an der Spitze mithalten?

Die NLB-Ostgruppe stufe ich als ausgeglichen ein. Wichtig wird sicher der Start in die Saison sein. Gleich zu Beginn bekommen wir es mit einem harten Brocken zu tun. Im Kader des VBC Glaronia stehen aktuell vier Ausländerinnen. Wenn wir dieses Spiel für uns entscheiden könnten, ist sicher wieder alles möglich.

Welches sind die stärksten Konkurrenten?

Ich stufe Luzern, Glaronia, Aadorf, Giubiasco und Obwalden als grösste Konkurrenten um einen Platz in der Finalrunde ein. In der Westgruppe ist Münchenbuchsee wieder sehr stark, und Genf scheint Aufstiegsaspirationen zu hegen.

Volley Toggenburg beginnt mit einem Heimspiel gegen Glaronia. Wie stufen Sie den Gegner ein, und was rechnen Sie sich in diesem Spiel für Möglichkeiten aus?

Das wird eine harte Nuss. Glaronia hat sich mit einer weiteren Ausländerin von Galina Schaan verstärkt. Die routinierte Ex-Toggenburgerin Thais Camargo steht als Spielertrainerin im Einsatz, und Nicole Kamer wechselte auf diese Saison hin von Glaronia zu uns. Somit ist in dieser Begegnung für viel Zündstoff gesorgt. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Spiel sind gegeben.

Kader Saison 2017/18

Isabelle Reiser (Nummer 2), Jahrgang 1992, Grösse 183 Zentimeter, Position Mitte. Romy Bongard (3), 1996, 165 Zentimeter, Pass. Marina Schneider (4), 1990, 170 Zentimeter, Libera. Leslie Betz (5), 1989, 171 Zentimeter, Aussen. Jasmine Fiechter (6), 2000, 181 Zentimeter, Aussen. Ingrid Volpi (7), 1974, 172 Zentimeter, Pass. Tamara Riesen (8), 2000, 175 Zentimeter, Universal. Miriam Reiser (9), 1995, 183 Zentimeter, Mitte. Nora Terinieri (10), 1997, 182 Zentimeter, Dia/Aussen. Hugrun Oskardottir (11), 1994, 190 Zentimeter, Mitte. Nicole Kamer (12), 1995, 174 Zentimeter, Aussen. Jana Pfyl (13), 1995, 163 Zentimeter, Libera. Diandra Vögtlin (15), 2000, 179 Zentimeter, Mitte; Trainer: Marcel Erni; Assistenten: Daniel Lorenc, Philipe Just; Betreuer: Reinhard Kolb.

Saisonauftakt

Samstag, 14. Oktober, 17:30 Uhr: Volley Toggenburg – VBC Glaronia, Rietsteinhalle, Wattwil.