Saisonabschluss geglückt

Das Hornschlitten-Team Toggenburg kann auf eine gelungene Saison zurückblicken.

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hornschlitten. Nachdem das Team Toggenburg vom HSC Alt St. Johann die Europacupsaison auf dem sechsten Rang abgeschlossen hat, reisten sie nach Slowenien, um die Europameisterschaft unter die Rennkufen zu nehmen.

Rutscher kostet den Sieg

An der Europameisterschaft wird ein Trainingslauf und danach drei Rennläufe gefahren, welche alle addiert werden. Das heisst, man muss sehr konstant fahren und darf sich keine groben Fehler erlauben. Genau das ist jedoch dem Lokalmatador, dem Team Dolenja vas SLO passiert. Im Training lagen sie klar in Führung. Im ersten Rennlauf riskierten sie jedoch zu viel und verspielten alles.

Den jungen Toggenburger gelang es besser. Im oberen Streckenteil konnten sie mit den Besten mithalten. Im unteren Streckenteil hatten sie jedoch in allen vier Läufen einen Rutscher, der sie in jedem Lauf eine halbe bis eine ganze Sekunde kostete. Vieles wurde ausprobiert, um das Problem in den Griff zu bekommen: Es wurde anders gefahren, anders gebremst und andere Kufen montiert – der Rutscher konnte trotzdem nicht vermieden werden. Das Team Toggenburg fuhr im ersten Lauf auf den fünften Platz und verteidigte diesen über alle drei Rennläufe hinweg. Europameister wurde das Team des HSC Tirol, Zweiter das Schweizer Team Henau.

Gute Toggenburger Bilanz

Am 25. Februar fand das traditionelle Hornschlittenrennen auf der Bobbahn St. Moritz statt. Mit bereits 30 Hundertstel Vorsprung nach den ersten 50 Metern und zwei sauberen Fahrten, vermochte das Team Toggenburg mit Andi Kolp, Valentin Koller und Markus Bösch die gesamte Konkurrenz um mehr als 1,9 Sekunden zu deklassieren. Die gute Toggenburger Bilanz wurde noch verbessert durch den fünften Rang des Teams Fladehüsli und dem sechsten Rang des Swiss Team, das ebenfalls für den Hornschlittenclub Alt. St Johann startete.

Für die nächste Saison wollen die drei jungen Toggenburger einen neuen Rennschlitten kaufen. Anfangs März reisten sie aus diesem Grund nochmals ins Südtirol. Auf einer Strecke mit fest installierter Zeitmessung konnten sie zwei verschiedene Schlittenmodelle testen.

Nun geht es für das Team Toggenburg in die Sommerpause. Pause haben die drei Toggenburger dennoch nicht: Die Entscheidung, welcher Schlitten gekauft werden soll, muss gefällt werden und bereits wird schon wieder an Verbesserungsmöglichkeiten herumgetüftelt, damit bis im Dezember alles bereit ist für die nächste Europacupsaison. (ak)