SAGE: «Idda von Toggenburg» wird verschoben

Der Verein «picturae movens» ist mit dem Versuch, den Kurzfilm von Idda über Crowdfunding zu finanzieren, gescheitert. Doch aufgeben wollen sie das Projekt nicht.

Delia Hug
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Der Verein Picturae movens bei einem mittelalterlichen Anlass. (Bild: PD)

Der Verein Picturae movens bei einem mittelalterlichen Anlass. (Bild: PD)

Die Tage sind gezählt. Einen Monat lang lief im Internet eine Geldsammelaktion für die Verfilmung der Geschichte von Idda von Toggenburg. Das «Toggenburger Tagblatt» berichtete in der Ausgabe vom 20. Juni über den geplanten Kurzfilm, der im Frühsommer 2018 veröffentlicht werden sollte. Doch wegen des fehlenden Geldes wird der Zeitplan nun verschoben. «Wir sind überzeugt, den Film im nächsten Jahr drehen zu können», sagt Matthias Knuser, der für die Organisation der Ausrüstung verantwortlich ist und ebenfalls die technische Leitung am Set übernehmen wird. Vorgesehen waren die Dreharbeiten für den Herbst, nun soll die Sage voraussichtlich im Frühjahr 2018 verfilmt werden.

Matthias Knuser, technischer Leiter der Dreharbeiten. (Bild: PD)

Matthias Knuser, technischer Leiter der Dreharbeiten. (Bild: PD)

30 Tage konnte Geld für die Finanzierung gespendet werden. Doch bereits nach der Halbzeit musste sich der Verein Gedanken machen, wie es mit dem Projekt weitergehen könnte. «Wir haben früh gesehen, dass wir das angestrebte Ziel nicht erreichen werden», äussert Knuser. Deshalb hätten sie sich zusammengesetzt und einiges um- oder neugeplant. Niemand wollte nach unzähligen Stunden Arbeit, die in dieses Projekt investiert wurden, so schnell die Flinte ins Korn werfen. Ausserdem hat die Crew viel Unterstützung aus den unterschiedlichsten Bereichen erhalten. So zum Beispiel von einigen Living-History-Gruppen, die mit mittelalterlichen Utensilien und freiwilligen Helfern unter die Arme greifen wollen. Diese Zusprüche ermutigen die Filmcrew zusätzlich zum Weitermachen. Die rund 1700 gespendeten Franken entsprechen etwa 14 Prozent der benötigten Summe von 12000 Franken. Nun werden gezielt Privatpersonen angeschrieben, um das restliche Geld für den Film zusammenzubringen. Einen weiteren Versuch, via Crowdfunding das erforderliche Geld zu sammeln, wird es nicht mehr geben.

Diverse Iddas werden bald vorsprechen

Neben viel Support gibt es auch etliche interessierte Schauspieler. Über 50 Bewerbungen für Idda, Graf, Jäger und weitere Protagonisten sind in den letzten Wochen eingegangen. «Im August werden wir mit den Castings für die verschiedenen Rollen beginnen», zeigt sich Knuser erfreut. Die Tiere wie Rabe und Hirsch sind noch nicht gefunden, doch der Verein «picturae movens» ist optimistisch und wird auch dafür eine Lösung finden.

Regisseur Andreas Elsener und das Kamerateam werden auch im nächsten Jahr weiterhin mit im Boot sein. Dies hätten sie bereits zugesichert. Wenn nun noch das fehlende Geld zusammenkommt, steht der Umsetzung nichts mehr im Weg. Und der Zuschauer kann Idda in absehbarer Zeit bei Kurzfilmfestivals oder im Internet zuschauen, wie sie um Gerechtigkeit und Liebe kämpft.