SÄNTIS: Der Sohn folgt auf den Vater

Die Delegiertenversammlung des Appenzeller Kantonalfussballverbandes war vom 50-Jahr-Jubiläum und einer Ersatzwahl im Vorstand geprägt.

Lukas Pfiffner
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Präsident Marcel Maier (rechts) verabschiedet Urs Forrer. (Bild: PF)

Präsident Marcel Maier (rechts) verabschiedet Urs Forrer. (Bild: PF)

Fussbälle, Biber, finanzieller Zustupf, die Einladung an ein Spiel des FC St. Gallen: Vielfältig waren die Geschenke, die der Vorstand des Appenzeller Kantonalfussballverbandes AKFV am Samstag entgegennehmen durfte. Die Delegiertenversammlung stand im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums (siehe Ausgabe vom Samstag). Das Wetter gab dem Anlass auf dem Säntis einen würdigen Rahmen. Sein erstes Jahr als Verbandspräsident sei intensiv gewesen, sagte Marcel Maier zu den Vereinsvertretern und den zahlreichen Gästen. Nebst der Vorbereitung der Jubiläumsdelegiertenversammlung habe auch der Aufbau des Nachwuchsstützpunktes einigen Zeitbedarf erfordert. Die Rechnung schloss bei einem Gesamtaufwand von 53000 Franken mit einem Minus von rund 5000 Franken ab. Das Budget für das Jahr 2017 sieht einen Verlust von rund 2500 Franken vor. Während 21 Jahren gehörte Urs Forrer (FC Speicher) dem Vorstand des AKFV an. Er war in diversen Ressorts tätig; seit 2002 führte er die Kasse. «Kompetent, zuverlässig, kollegial»: So beschrieb ihn Marcel Maier bei der Verabschiedung. «Wir müssen auf der Website nur einen Vornamen ändern», sagte er. Urs Forrer wird im Gremium nämlich durch seinen Sohn Patrick ersetzt, der das Aktuariat übernimmt. Die Wahl erfolgte einstimmig – wie auch die Bestätigung des Präsidenten und der beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Rocco Lavanga und Sepp Raimann, der neuer Kassier wird. Nach der Abhandlung der Traktanden lud Maier zu einer «Zeitreise durch den Appenzeller Fussball» ein. Bildpräsentationen, seine Erzählungen und jene von drei ehemaligen Verbandspräsidenten bildeten einen interessanten Rückblick auf die Entwicklung von Vereinen und Verband. «Kantonsgrenzen und Hügel trennen uns. Und wir haben manch Identitätsförderndes verloren», meinte Maier zum Abschluss der Versammlung. Aber der Verband könne und wolle den Zusammenhalt bewahren und für das Gemeinsame einstehen.

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch