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SÄNTIS: 2502 Meter über Meer: Ein Neubau für den "Alten Säntis"

Die Bergwirtefamilie Manser rüstet auf. Sie will den alten Teil des Berggasthauses durch einen Neubau ersetzen. Die Baubewilligung ist erteilt. Derzeit erfolgt die Detailplanung.
Karin Erni
Der "Alte Säntis" soll ein neues Kleid bekommen

Der "Alte Säntis" soll ein neues Kleid bekommen

Die höchste Baustelle der Ostschweiz hatte 2011 überregional für Aufsehen gesorgt. Damals musste ein Bagger in fünf Tagen aus eigener Kraft den Säntis erklimmen. Der Ostteil des Hauptgebäudes des Berggasthauses Alter Säntis wurde abgerissen und durch einen Holzelementbau ersetzt. Sieben Jahre nach dessen Eröffnung steht nun ein nächster Ausbauschritt an. «Wir hatten im alten Gebäudeteil immer Probleme mit der Feuchtigkeit», sagt Bergwirt Ruedi Manser. Die positiven Erfahrungen mit dem ersten Neubau hätten ihn bewogen, statt einer umfassenden Sanierung wieder einen Neubau ins Auge zu fassen.

Das westlichste der alten Gebäude soll nach dem Schwägalpschwinget im August 2018 abgerissen werden. «Danach werden wir bis zur Fertigstellung des Neubaus 50 Schlafplätze weniger zur Verfügung haben», sagt Ruedi Manser. Im Sommer 2019 wird das Obergeschoss des westlichen Hauptgebäudes zurückgebaut. Während das freistehende Gebäude nicht mehr ersetzt wird, kommt auf Küche und Keller ein neuer Zimmertrakt zu stehen. Er wird leicht höher als das bestehende Gebäude und mehr in Richtung Hang hineingebaut.

Bettenzahl bleibt gleich

Die Gesamtkubatur bleibe in etwa gleich, sagt Ruedi Manser. «Die ganze Anlage wird aber kompakter.» Auch die Anzahl Betten, derzeit sind es rund 100, bleibt unverändert. Es wird weiterhin Matratzenlager sowie Doppel- und Mehrbettzimmer geben. Ändern wird jedoch die Raumaufteilung. Heutzutage seien bei den Gästen vermehrt kleinere Einheiten gefragt, sagt Ruedi Manser. «Wir haben derzeit immer noch einen 25-Betten-Schlag, das ist nicht mehr zeitgemäss.» Dass man genügend Schlafgelegenheiten anbieten könne, sei wichtig, um den Fortbestand des Restaurants zu sichern, erklärt Ruedi Manser. «Unser Personal übernachtet jeweils im Haus. Wenn Übernachtungsgäste da sind, können die Leute auch am Abend beschäftigt werden.» Neu verfügten sie über einen grossen Trockenraum, was die Arbeitsabläufe erleichtere, so Manser. «Wir waschen all unsere Wäsche hier oben auf dem Berg. Künftig werden wir genügend Platz haben, um sie aufzuhängen und energiesparend zu trocknen.»

Detailplanung läuft

Derzeit läuft die Detailplanung des ungewöhnlichen Bauvorhabens. Der Rückbau der alten Gebäude soll womöglich von Hand erfolgen. Der Baumaterialtransport erfolgt wieder mehrheitlich per Helikopter. Da voraussichtlich nicht mehr viel betoniert werden muss, dürften die Bauarbeiten weniger Zeit in Anspruch nehmen. Ruedi Manser rechnet mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes im Frühjahr 2020.

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