RWT zieht eine positive Bilanz

An der zweiten Generalversammlung der Regionalwerk Toggenburg AG hat Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli auf das erste Geschäftsjahr zurückgeblickt, beispielsweise auf den operativen Start am 1. Januar, die Einweihung des Kraftwerks Mühlau und die Übernahme der Elektra Lütisburg.

Matthias Giger
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DIETFURT. 2011 ist für die Regionalwerk Toggenburg AG (RWT) ein Jahr der Veränderungen und Weiterentwicklungen und überdies ein erfolgreiches Jahr. Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli hat an der Generalversammlung auf das erste Geschäftsjahr der RWT zurückgeblickt: Auf den 1. Januar 2011 fällt der operative Start der RWT (siehe Stichwort). Am 6. und 7. Mai hat das Unternehmen das Kraftwerk Mühlau in Bazenheid eingeweiht, dessen Jahresproduktion für die Versorgung von rund 1300 Haushalten reicht. Am 15. November haben die Lütisburgerinnen und Lütisburger dem Verkauf der Elektra an die RWT zugestimmt. Am 23. Dezember hat die RWT den Kaufvertrag unterschrieben.

2011 mehr Strom verkauft

Auch personelle Veränderungen hat es im vergangenen Jahr gegeben. An der Generalversammlung im Restaurant Löwen Kengelbach ist der langjährige Verwaltungsratspräsident Franz Koller verabschiedet worden.

Da die Platzverhältnisse am jetzigen Standort in Kirchberg knapp werden, wird sich die RWT dieses Jahr auf die Suche nach einem Standort für den neuen Werkhof machen, nachdem diese im vergangenen Jahr vorläufig zurückgestellt wurde.

Der Stromverbrauch im Gebiet der Regionalwerk Toggenburg AG ist gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gestiegen. «Im Bereich der Industrie und des Gewerbes hat das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr fast zehn Prozent betragen», so Geschäftsleiter Andreas Jossi.

Es sei aber nicht das Ziel, immer mehr Strom zu verkaufen, sondern das Netz möglichst optimal auszulasten. Denn mehr Strom bedeute einen Ausbau des Netzes, was Investitionen nötig macht. Zudem strebe die RWT nicht nach Gewinnmaximierung. «Unser Ziel ist es, eine schwarze Null zu schreiben, damit das Geld möglichst bei unseren Kunden bleibt», sagt Andreas Jossi und verdeutlicht dies anhand des Gewinnes im Geschäftsjahr 2011: «Der Gewinn beträgt rund 100 000 Franken, was bei einem Umsatz von rund 20 Millionen Franken nicht besonders viel ist.»

Veränderungen im Stromnetz

In Zukunft werde der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) weit mehr Strom ins Netz einspeisen und die Zahl der Photovoltaik-Anlagen nehme im Zuge der Energiewende zu. «Dadurch wird die Stromproduktion dezentralisiert, was einer Kehrtwende des traditionellen Stromnetzes gleichkommt», sagt Andreas Jossi. Bisher habe es wenige zentrale Einspeise-Stellen gegeben. Die Leitungen wurden mit zunehmender Entfernung immer dünner. «Alleine um die Energie vom ZAB weg transportieren zu können, sind Investitionen von mehreren 100 000 Franken nötig», so Andreas Jossi. Eine weitere Herausforderung sei es, die Tätigkeitsfelder Strom- und Wasserversorgung sowie Kommunikation unter einen Hut zu bringen.