Rund 17 000 Schritte unterwegs

Club 60plus Herisau und Umgebung

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Bruno Fedi erklärt den wanderlustigen Seniorinnen und Senioren seine Sägerei. (Bild: PD)

Bruno Fedi erklärt den wanderlustigen Seniorinnen und Senioren seine Sägerei. (Bild: PD)

Die ausgeschriebene Frühjahrs-Wanderung vom Club 60plus unter der Leitung von Wanderleiter Guido Kolb animierte 36 Vereinsmitglieder zum Teilnehmen. Der Blick zum Himmel war am Bahnhof Herisau allerdings sehr prüfend und skeptisch. Der Wettergott war der Gruppe aber überaus gutgesinnt, schien doch bereits am Bahnhof Wil die Sonne. Von dort ging die Fahrt mit dem Bus zum Nollen, der auch als die «Rigi des Thurgaus» bezeichnet wird. Von der «versprochenen» Aussicht auf Bodensee, Alpstein, Churfirsten und – mit viel Glück – sogar auf die Alpen war leider nichts zu sehen. Dafür entdeckte ein Teilnehmer am Boden einen kaum sichtbaren, aber bedeutungsvollen Referenzpunkt der Höhenmessung und erklärte diesen auch.

Über Ruedenwil, Gabris und Dietenwil führte der Weg auf Asphalt und über Ackerwege nach Neukirch an der Thur, wo im Gasthaus Sonne ein feines Mittagessen bereit war. Höhepunkt der Wanderung war die Besichtigung der Säge Mühltobel. Sie stammt aus dem Jahr 1673; bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dort gesägt. In liebevoller Kleinarbeit wurde die Säge in den Jahren 1995 bis 1997 von den Besitzern, Vreni und Bruno Fedi, restauriert. Entstanden ist dadurch ein kleines Bijou. Dank der Wiederherstellung des Mühleweihers wird die Säge wie anno dazumal mit Wasserkraft betrieben. Die Sägestube und die alte Rechen- und Gabelmacherwerkstatt luden zusätzlich zum Verweilen ein.

Das letzte Wegstück zum Bahnhof Kradolf, vorbei an der Burgruine Last, rundete einen perfekten Tag ab. (chb)