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Ruine Wildenburg offiziell eröffnet

WILDHAUS. Die Ruine Wildenburg ist mit 1100 Meter über Meer die höchstgelegene Burgruine im Kanton St. Gallen. Nach ihrem langen Dornröschenschlaf unter grossen Bäumen ist sie nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Katharina Rutz
Wildenburg wieder begehbar: Nach der zweieinhalbjährigen Sanierung ist die Wildenburg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. (Bild: Katharina Rutz)

Wildenburg wieder begehbar: Nach der zweieinhalbjährigen Sanierung ist die Wildenburg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. (Bild: Katharina Rutz)

Etwas Rotes sollte man allerdings nicht anziehen, wenn man die Wildenburg besucht. Denn der Sage nach soll ein rotes Tuch als Zeichen gegolten haben, das zu einem tödlichen Schuss auf den Burgvogt führte. Ein junger Liebhaber einer Magd wollte diese von ihrem Dienst auf der Burg befreien.

«Diese Sage würde in Vergessenheit geraten, würde die Wildenburg nicht für die Zukunft erhalten», sagte Rolf Züllig anlässlich des Aufrichtefests zur Eröffnung der sanierten Wildenburg am letzten Freitagabend. Weiter dankte der Gemeindepräsident den Anwohnern, der Denkmalpflege, der Ortsgemeinde, den Forstarbeitern, den Bauarbeitern und vor allem Heinz Hauser.

Engagement von A bis Z

Er habe nicht nur die Idee für die Sanierung geliefert, sondern diese auch durch alle Vorgespräche, Projekteingaben, Dokumentation und Bauphase begleitet. «Zeitweise ist er sogar selber mit der Baumschere am Werk gewesen», so Rolf Züllig. Doch nicht nur in Taten war die Familie Hauser an der Sanierung der Wildenburg beteiligt. Sie steht auch hinter der Stiftung Schwendi-Obertoggenburg, die massgeblich zur Finanzierung des 320 000-Franken-Projektes beigetragen hat. «Erstmal bin ich ein begeisterter Ferientoggenburger. Ausserdem war ich früher Architekt und die Rettung der Ruine Wildenburg lag mir deshalb persönlich am Herzen», sagte der Stifter. Den Anstoss zur Sanierung gab eine Besichtigung der Ruine, die Forstwart Ruedi Forrer bei Heinz Hauser anregte, um den bedenklichen Zustand der Wildenburg wegen der wuchernden Bäume zu zeigen.

Sanierung begann 2011

So war dann auch der erste Schritt der Sanierung die Aufgabe von Förster Richard Tobler. Rund 40 Bäume mussten gefällt werden, weil sie das Mauerwerk mit ihren Wurzeln zu zerstören drohten. Danach arbeiteten die Gemeinde und der Kanton ein Sanierungskonzept aus. Im Juni 2012 wurde der ehemalige Hauptturm der Burg von Schutt befreit und das Mauerwerk gereinigt. Danach konnte mit der Sanierung begonnen werden. Dazu brauchte es jedoch einen Spezialisten, der sich mit dieser Art von Mauerwerk auskannte. Dieser wurde in Faim Ajgeraj, dem Vorarbeiter bei der LG Bau AG, gefunden.

Wildenburg um 1200 erbaut

Der Baubeginn der Wildenburg liegt auch nach der Sanierung nach wie vor im Dunkeln. Auf umfassende archäologische Ausgrabungen wurde bewusst verzichtet. Dennoch wurden einige Gegenstände wie Keramikscherben, Nägel, Hufeisen und Werkzeug gefunden, die laut dem Archäologen Jakob Obrecht zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert hergestellt wurden.

Nach aktuellem Forschungsstand wurde die Wildenburg um das Jahr 1200 von den im Rheintal ansässigen Freiherren von Sax erbaut. Dann ging sie an die Grafen von Toggenburg, für die die Wildenburg ein wichtiger Durchgang zu ihren Ländereien darstellte. 700 Jahre später interessierte sich auch das Militär für den Burghügel und baute einen Bunker, der noch heute zugänglich ist.

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