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Rütiweiher: Ein Waldsee ohne Wasser

Einst ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Quartierbewohner, musste der Rütiweiher in den 1990er-Jahren aus Sicherheitsgründen geleert werden.

St. Gallen. Der Weniger- und der Rütiweiher liegen wenige hundert Meter auseinander. Beide Gewässer im St. Galler St. Georgen-Quartier weisen eine ähnliche Geschichte auf. Sie stammen aus der Zeit um Anfang des 19. Jahrhunderts und sind auf die Industrialisierung zurückzuführen. Der kleinere, am Waldrand gelegene Rütiweiher entstand rund 15 Jahre nach dem Wenigerweiher, als 1836 bei der Vereinigung von Rütibach und Nottentöbelibächli ein Damm gebaut wurde. Wie der Wenigerweiher wurde auch der Rütiweiher gestaut, um die Wasserkraftnutzung an der Steinach selbst in trockenen Jahreszeiten zu sichern. Mit der flächendeckenden Elektrifizierung verlor der Rütiweiher aus industrieller Sicht an Bedeutung. 1966 kaufte Max Hungerbühler die Parzelle und nutzte den Weiher als Fischgewässer. Der Bevölkerung stand der Rütiweiher weiterhin als Naherholungsgebiet offen. Das Ende leitete Anfang der 1990er-Jahre die Talsperrenverordnung des Bundes ein. Aus Sicherheitsgründen wurde der Waldsee in einem ersten Schritt um acht Meter gesenkt, danach ganz entleert.

Seither gab es von verschiedener Seite erfolglose Anstrengungen, den mittlerweile verwaldeten Rütiweiher wieder aufleben zu lassen. 2007 schenkten die Erben von Max Hungerbühler die Parzelle der Stadt St. Gallen. Diese erarbeitet zurzeit ein Projekt für Hochwasserschutzmassnahmen. Gemäss dem städtischen Tiefbau spielt das heutige Naturschutzgebiet als Retensionsbecken eine wichtige Rolle. Ein Wiederbelebung des Waldsees ist nicht auszuschliessen: «Ein kleiner Weiher ist denkbar», sagt Rolf Kretzer, zuständig für den Wasserbau beim Tiefbauamt St. Gallen. (dsc)

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