Rüffel für den Souverän

Sicherlich: Das Verdikt des Souveräns ist zu akzeptieren. Trotzdem erteilen wir an dieser Stelle einen Rüffel. Denn zum zweitenmal haben die Stimmberechtigten den Präsidenten der Finanzkommission abgewählt. Und zum zweitenmal infolge trifft es unverdient eines der engagiertesten Ratsmitglieder.

Patrik Kobler
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Sicherlich: Das Verdikt des Souveräns ist zu akzeptieren. Trotzdem erteilen wir an dieser Stelle einen Rüffel. Denn zum zweitenmal haben die Stimmberechtigten den Präsidenten der Finanzkommission abgewählt. Und zum zweitenmal infolge trifft es unverdient eines der engagiertesten Ratsmitglieder. Die Finanzkommission übernimmt eine wichtige Kontrollfunktion in Herisau. Sie muss deshalb mit fähigen Leuten besetzt werden. Ries war fähig.

Nicht besser macht die Situation, dass mit Ralph Hubmann auch ein Mitglied der Geschäftsprüfungskommission die Wiederwahl verpasste. Zu Schulden kommen lassen haben sich die beiden freilich nicht viel mehr, als dass sie in Herisau offenbar zu wenig bekannt sind. Bekanntheit ist nicht das alleinseligmachende Qualitätsmerkmal eines Politikers. Berücksichtigt werden sollten vom verantwortungsbewussten Wähler auch Engagement und Fachkompetenz. Als Mitglieder der Fiko beziehungsweise der GPK bewiesen Ries und Hubmann Engagement. Zudem erhielten sie durch ihre Tätigkeit auch vertiefte Einblicke in die Geschäfte der Gemeinde und holten sich dadurch zusätzliche Fachkompetenz.

Sicherlich: Niemand ist unersetzbar. Trotzdem kann man es sich nicht leisten, fähige Leute grundlos aus solchen Positionen zu entfernen. Demokratie ist kein läppisches Voting einer Castingshow, sondern eine hohe Verantwortung.

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