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Rüebli vs. Fleischsuppe

Brosmete
Christine König

Kulinarische Genüsse gönne ich jedem, besonders natürlich mir selbst (und das wiederum ist gar nicht egoistisch, denn auch meine Mitmenschen spüren den Vorteil, wenn ich regelmässig gut esse). Umso betrübter bin ich, wenn ich wegen einer Krankheit keinen Appetit habe. Keine Freude am Essen zu haben, zieht mich zusätzlich runter. Auf etwas kann ich mich allerdings seit jeher verlassen: Befinde ich mich auf dem Weg der Besserung und verspüre ich das erste Mal ein Glüschtli, so ist es immer auf Rüeblisalat. Für mich ist das nämlich nicht einfach ein leuchtend orangefarbener Salat, sondern ein Heilmittel mit fast schon wundersamer Wirkung. Eine Portion Rüeblisalat – und schwups, komme ich wieder zu Kräften. So wie Obelix dank seines Zaubertranks. Als Kind ass ich eine Zeit lang nichts anderes als Rüeblisalat. Das hat meine Mutter fast zur Verzweiflung gebracht. Es hätte schlimmer kommen können, finde ich. Immerhin beschränkte ich mich auf gesunden Rüeblisalat und nicht etwa auf Gummibärli oder Guezli.

Bei Krankheit wird ja gerne Suppe empfohlen. Damit wiederum verbinde ich weniger gute Erinnerungen. Noch heute lupft es mich ein bisschen, wenn ich an den Geschmack von Fleischsuppe denke, die meine Mutter viel zu oft auftischte. Es ist eigenartig: Die Einzelzutaten mag ich alle gerne, aber in Kombination – nähä, danke, da hungere ich lieber. Neulich hat sie mir verraten, dass auch sie selbst als Kind Fleischsuppe nicht ausstehen konnte (weshalb um Himmels willen gab es das dann bei uns daheim immer?), sie später aber zu einem Lieblingsessen wurde (aha). Diese Wandlung kann ich nicht nachvollziehen. Was mich dagegen total logisch dünkt, ist die Tatsache, dass ich Rüebli auch in süssen Variationen mag. Rüeblikuchen wünsche ich mir jedes Jahr zum Geburtstag. Mit extra dickem Zuckerguss und ganz vielen Marzipanrüebli obendrauf.

Christine König

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