Rücktritt aus TCS-Vorstand

Mit Bruno Tobler verlässt ein langjähriges Mitglied den Vorstand der Ausserrhoder Sektion des Touring Clubs. Die Regierung setze sich weiterhin für die Umfahrung Herisau ein, sagt Baudirektor Jakob Brunnschweiler.

Michael Genova
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TCS–Präsident Heinz Jucker mit dem scheidenden Vorstandsmitglied Bruno Tobler und Vizepräsident Herbert Hänni. (Bild: mge)

TCS–Präsident Heinz Jucker mit dem scheidenden Vorstandsmitglied Bruno Tobler und Vizepräsident Herbert Hänni. (Bild: mge)

TEUFEN. Neue Wettbewerber und die schwindende Liebe zum Auto machen der Ausserrhoder Sektion des Touring-Clubs zu schaffen. «Auch uns weht ein steifer Wind entgegen», sagte Präsident Heinz Jucker an der Hauptversammlung am Montagabend im Lindensaal in Teufen. Im vergangenen Jahr sank die Mitgliederzahl um 3,5 Prozent. Dafür verantwortlich sei unter anderem die wachsende Konkurrenz durch die Pannendienste grosser Versicherer, sagte Jucker. Ausserdem habe sich das Konsumverhalten verändert. «In den Zentren besitzen junge Menschen kein Auto mehr.» Trotz schwieriger Zeiten zählt die TCS-Sektion noch immer 7500 Mitglieder und ist damit weiterhin der grösste Verein in Appenzell Ausserrhoden.

Bruno Tobler zurückgetreten

Mit einem breiten Kursangebot und der Organisation von Ausflügen will der TCS-Vorstand Gegensteuer geben. Auch neue Dienstleistungen sowie das frisch gestaltete Clubmagazin «Touring» sollen den Mitgliederschwund bremsen.

Mit Bruno Tobler ist an der Hauptversammlung ein langjähriges Vorstandsmitglied zurückgetreten. Seit 2003 war er für die Ressorts Umwelt, Technik und Verkehrssicherheit verantwortlich. «Bruno Tobler war von Anfang in die Schaffung der Oldtimer-Treffen auf der Schwägalp involviert», sagte Heinz Jucker. Zudem habe er sich stark für das Appenzeller Voralpenbrevet, eine Radrundfahrt, engagiert. Das Präsidium des Voralpenbrevets wird künftig Daniel Meyer übernehmen. Für Toblers Sitz im TCS-Vorstand fehlt noch ein Nachfolger. Ziel sei es, bis zur nächsten Hauptversammlung ein neues Vorstandsmitglied vorzuschlagen, so Jucker.

TCS engagiert sich politisch

Bei einem Aufwand von rund 142 400 Franken schloss die Jahresrechnung mit einem Gewinn von rund 5000 Franken ab. Die Mitglieder genehmigten die Rechnung einstimmig. Der Vorstand ehrte 116 Jubilare, die seit 25 Jahren Mitglied beim TCS sind. Weitere 29 «Superjubilare» wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Der TCS werde sich auch in diesem Jahr für politische Vorlagen engagieren, sagte Jucker. Dazu gehören die «Milchkuh-Initiative» sowie der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF). Der TCS war für eine Zusammenführung beider Vorlagen, doch der Ständerat sprach sich deutlich gegen die «Milchkuh-Initiative» aus. Zudem befürworte der TCS aus Gründen der Sicherheit den Bau einer zweiten Gotthardröhre, sagte Jucker.

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