Rückschritt verhindern

Paul Stehrenberger, 9050 Appenzell
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Notbremse ziehen! Es ist schon erstaunlich, wie die Obrigkeit versucht dem Stimmbürger in Teufen eine völlig veraltete, ineffiziente und unzeitgemässe Verkehrsführung der Bahn durch das Ortszentrum schmackhaft zu machen, so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Mit allerlei Taschenspielertricks wird versucht, die Verlegung der Bahn auf die Strasse als sichere und bessere Lösung zu verkaufen. So ist zum Beispiel auf den gezeichneten Bildern der Bahnhofskreuzung und des Dorfplatzes mit der Bahn-Doppelspur kein einziges (!) Auto zu sehen. Zudem wird wieder das Märchen von der Verkehrsberuhigung durch die Bahn im Dorfzentrum aufgetischt. Aber Schönfärbereien und verkehrspolitische Sonntagsreden sind an Werktagen nichts wert. Und es gibt auch noch Leute in Bühler, Gais und Appenzell, die wollen zügig ihr Ziel erreichen und nicht mit 25 km/h verkehrsberuhigt und verlangsamt durch Teufen gondeln. Es ist bekannt, dass die professionellen Verkehrsplaner der ETH Zürich über die Pläne in Teufen, eine regionale S-Bahn auf die Strasse zu verlegen, nicht nur die Stirn runzeln, sondern den Kopf schütteln. Immerhin muss man es dem Tunnelkomitee hoch anrechnen, dass es dem Stimmbürger die Chance gibt, die Notbremse zu ziehen und einen enormen verkehrspolitischen Rückschritt zu verhindern. Nur die konsequente Trennung von Bahn und Strasse ermöglicht eine konfliktfreie und zukunftstaugliche Mobilität. Und was die Kosten betrifft; andernorts werden Tunnels gebaut, die sind zehnmal so lange wie der 0,4 Kilometer lange Kurztunnel in Teufen.

Paul Stehrenberger, 9050 Appenzell