Rückblick auf den Begegnungstreff

Am vergangenen Wochenende fand in der Werkstatt Rosengarten in Ebnat-Kappel der Begegungstreff statt. «Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das höchste Glück auf Erden.» (Zitat von Adalbert Stifter, Dichter 1805–1868).

Astrid Altenburger
Drucken
Teilen
Zahlreiche Eigenprodukte wurden am Begegnungstreff verkauft. (Bild: pd)

Zahlreiche Eigenprodukte wurden am Begegnungstreff verkauft. (Bild: pd)

Am vergangenen Wochenende fand in der Werkstatt Rosengarten in Ebnat-Kappel der Begegungstreff statt.

«Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das höchste Glück auf Erden.» (Zitat von Adalbert Stifter, Dichter 1805–1868).

Sich verstanden fühlen, dazugehören heisst auch, in unser aller Unterschiedlichkeit auf Gemeinsamkeiten zu achten und wahrnehmen, dass trotz grosser Individualität bei jedem Menschen Verbindendes zu finden ist.

Eine Gemeinsamkeit für uns alle ist bestimmt die Tatsache, dass wir täglich bemüht sind, das Beste aus der Situation zu machen. Gegen Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringt, kämpfen wir, und stimmige Momente nutzen wir zum Energienauftanken. Die Werkstatt im Rosengarten hat am letzten Samstag gezielt dazu eingeladen, in den festlich geschmückten Räumen den Moment zu geniessen und Verbindendes zu finden. Im Vorfeld vom Begegnungstreff wurde im Rosengarten mit den Mitarbeitenden besprochen, was ihnen das Dasein schwer macht und was im Gegensatz dazu viel beitragen kann für stimmige Momente. Belastendem wie Angst, Intoleranz, Anspannung, Inakzeptanz, Vorurteile, Gleichgültigkeit, Überforderung, Sorgen, Einsamkeit, Oberflächlichkeit, keine Zeit haben, Versagen, Krankheit, Geldsorgen, Anspannung, Misserfolg, Gleichgültigkeit, Stress, Druck, Streit stand Freudvolles gegenüber wie Musik, Arbeit, Interesse, Miteinander, Feierabend, Freundschaften, Arbeitsklima, Platz haben, gebraucht werden, Erfolg, Ehrlichkeit, Hobbies, Lob, Dank, angenommen werden, Gesundheit, Stolz, Sicherheit, Ausflüge, Raum, Akzeptanz. Finden wir uns darin, können wir mit unserem Denken und Handeln, mit der Art, wie wir unserem Gegenüber begegnen, dazu beitragen, dass Belastendes im Leben von Menschen mit Einschränkungen nicht so viel Raum einnehmen kann. Mitfühlen bedeutet auch, akzeptieren, dass unser Gegenüber sein eigenes Leben führen und nicht unsere Normen- und Wertemassstäbe übernehmen muss. Dies zu verstehen und das Bewusstsein, dass unsere Sorgen und Ängste, unsere Gefühle sehr nahe beieinander liegen, ist ein wichtiger Grundstein dafür, dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann, dass das Spüren von Angenommenwerden bei allen Menschen Raum haben kann.

«Den Moment geniessen», das ist den Anwesenden am Begegnungstreff gelungen. Feine Verpflegungsangebote, Musikklänge, das Angebot von liebevoll gestalteten Eigenprodukten, Beisammensein und sinnieren über die von den Mitarbeitenden eingebrachten Stichworte zu Sorgen und Freuden haben dies ermöglicht. Es bleibt zu wünschen, dass das Wissen vom Verbindenden auch dem Gegenüber wohltut und auch nach dem Begegnungstag ins Miteinander einfliessen wird.