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Rosskastanien als Viehfutter

Damals

Vor 100 Jahren

15. September: Hauswirtschaftliches. Allem Anscheine nach werden die Strahlen der Herbstsonne dieses Jahr zu Stadt und Land eine Unmenge von Rosskastanien zur Reife bringen. Schade nur, dass die in Aussicht stehenden Früchte der beliebten Schattenspender meist dem Verderben oder flüchtigen Spiellaunen von Kindern überlassen werden, die gewöhnlich nicht warten, bis sie von selbst herunterfallen, sondern sie schon lange vorher unter barbarischer Behandlung der Bäume abschlagen. Oder sollte es dies an wirtschaftlichen Bemühungen so reiche Jahr doch möglich sein, die Kastanien einmal ausreifen zu lassen, sorgfältig zu sammeln und sie schliesslich – gekocht oder gemahlen – ans liebe Vieh, speziell an die jetzt besonders hochgeschätzten Schweine zu verfüttern? Dass sich die Mühe wohl lohnen würde, geht daraus hervor, dass Rosskastanien mit Schalen an verdaulichen Nährstoffen 3,4 Prozent Eiweiss, 1,3 Prozent Fett, 38,1 Prozent Kohlehydrate und überhaupt 43,7 Prozent Stärkewerte enthalten. Sie kommen also an Nährwert fast den Bucheckern gleich, die ungeschält 45 Stärkeeinheiten, geschält freilich wesentlich mehr – 71,1 – und ausserdem noch ein schätzbares Speisöl bieten.

19. September: Wattwil. Ein seltenes Jubiläum feiert im Stillen Herr J. Büchler z. Toggenburg, indem es 50 Jahre sind, dass er seinen Einzug in Wattwil und damit im renommierten Gasthaus zur Toggenburg hielt.

19. September. Wattwil. Das ehemalige Kurhaus «Rosengarten» im Bundt ging dieser Tage von der Kantonalbank, als bisherige Eigentümerin der Liegenschaft, käuflich als Privatbesitz an Herrn Dr. Schüele, derzeit in Herisau, über.

Vor 50 Jahren

15. September. Bütschwil. Aufsehenerregende Maschinenneuheit. Die älteste Garde der hiesigen Webereibelegschaft, noch Zeugen des einstigen «Getätsches» zahlreicher Handwebstühle in Wohnstuben und Webkellern steht bewundernd vor einer staunenerregenden Neuheit: der «Sulzer»-Webmaschine. Vieles was man am Webstuhl für unentbehrlich hielt: Schlag, Peitsche, Vogel, Prellbock, Lade und Ladedeckel etc. wurde an der neuen Erfindung ausgemerzt. Die Tourenzahl wurde sehr erhöht, und trotzdem ist beim Weben nur ein schwaches Maschinen- und Anschlaggeräusch vernehmbar. Auch werden keine Schussgarn-Bobinen mehr benötigt. Ab einer grossen Schussgarnspule, neben der Webmaschine, wird mit einem «Zwerg»-Metallschiffchen (40 gr.) das Schussgarn in das Gewebe eingetragen. Besonders erwähnenswert ist auch, dass gleichzeitig (je nach Artikelbreite) 2–3 voneinander getrennte Stücke gleichzeitig nebeneinander gewoben werden können.

18. September: Wattwil. Zu einer äusserst interessanten Veranstaltung lädt der Gemeinderat Wattwil in den kleinen Volkshaussaal ein. Im Rahmen einer öffentlichen Orientierungsversammlung referiert Kantonsingenieur Pfiffner, St. Gallen, über die geplante Umfahrungsstrasse Wattwil–Lichtensteig. Wer die temperamentvolle Art des Referenten kennt, wird sich seine aufschlussreichen Ausführungen kaum entgehen lassen wollen.

Vor 20 Jahren

16. September: Wattwil. Der Tag des offenen Denkmals war für das Kloster St. Maria der Engel in Wattwil nebst all dem Umtrieb, der Spannung und der erwartungsvollen Aufregung auch ein Tag der Freude. Anlässlich des Tages der offenen Tür bedankte sich der Feuerwehrkommandant François Schönenberger aus Wattwil bei den Nonnen für ihren Dienst während 15 Jahren in der Feuerwehr. Offiziell übergab er ihnen im Namen der ganzen Feuerwehr das Biotop im Klostergarten. Eine Erinnerungstafel wird nun in weiteren Jahren auf den Einsatz der Klosterfrauen hinweisen. Grosse Freude und Gelächter löste auch Feuerwehrmann Peter Koster bei den Nonnen aus. Er überreichte ihnen einige Schnappschüsse vom Feuerwehrfest aus dem Jahr 1995. Natürlich durfte das Bild vom legendären Klostertrottinet nicht fehlen.

19. September: Die «Wiler Zeitung» und der «Volksfreund» kooperieren ab 1. Januar 1998 mit dem «St. Galler Tagblatt». Das regionale und lokale Geschehen wird durch die neue Zeitung «Wiler Zeitung – Volksfreund» bearbeitet. Die übrigen Seiten – den Mantel – liefert das «St. Galler Tagblatt». Hauptmotiv für diese Zusammenarbeit sei die Stärkung der führenden Position im Raum Untertoggenburg, Wil und Hinterthurgau, heisst es.

Vor 10 Jahren

14. September: Wattwil. Private Entsorger werfen dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) Erpressung und Verstaatlichungsgelüste vor. Im Toggenburg ist die Firma Schönenberger Recycling AG in Wattwil von der konsequenten Monopolisierung der Rohstoffbewirtschaftung besonders betroffen. In der Ostschweiz zeigen sich aber mehrere Entsorger empört darüber, dass der ZAB als öffentliche Institution mit dem Segen der Gemeindedelegierten die Privatwirtschaft in ihrer Existenz gefährdet. Die privaten Entsorger haben ihre Unzufriedenheit beim Amt für Umweltschutz deponiert. Dieses sieht aber keinen Handlungsbedarf. Mehrere betroffene private Entsorger prüfen gegenwärtig, ob sie sich mit rechtlichen Schritten mehr politisches Gehör verschaffen sollen.

Das Toggenburger Tagblatt hat Claudio Bianculli, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) mit den Vorwürfen aus dem Hause Schönenberger Recycling konfrontiert. Er kann dem öffentlichen Schlagabtausch nichts Positives abgewinnen und weist die Anschuldigungen zurück.

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