Rolf Miller: «Alles andere ist primär»

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Unterwasser Kommenden Freitag, 7. Juli, tritt Kabarettist Rolf Miller im Kleintheater Zeltainer in Unterwasser auf. Rolf Miller hat die Tendenz, Banales kompliziert auszudrücken. Und bei «alles andre ist primär» merkt Millers Antiheld nicht, was er da anrichtet. Denn er ist nicht allwissend, ganz im Gegenteil. Miller kommt von ganz unten. Oder um es mit Karl Kraus zu sagen «Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch tatsächlich unfähig sein, sie auszudrücken.» Rolf Miller erhielt kürzlich den deutschen Kabarettpreis für seine komponierten Stammelsymphonien.

Denn keiner versteht es so gut wie er, mit Banalem Kompliziertes auszudrücken. Er spricht hinterhältig, indirekt Wahrheiten aus, die auch dem Publikum weh tun. Bevor man es merkt, lacht man bereits. Miller trifft von hinten durch die Brust und ist dabei die Faust aufs Auge. Millers namenloser Held wird in «Alles andere ist primär» grandios scheitern. Werden er, Achim und Jürgen sterben? Haben Frauen endlich Namen? Kommen sie überhaupt vor? Was haben Tatortmanie, Sudoku und Facebook damit zu tun? (pd)

Morgen Freitag, 7. Juli, im Zeltainer in Unterwasser. Tür und Bar ist offen ab 19.15 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Vorverkauf via Telefon 071 999 99 09 oder 079 337 66 61. www.zeltainer.ch.