Riesenvogel mit Schweizerkreuz

Damals

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Vor 100 Jahren

3. Oktober: Wattwil. Ein Militärflugzeug überraschte uns letzten Montag nachmittag mit einem willkommenen Besuch. In majestätischem Flug passierte der stolze Riesenvogel unsere Talschaft, wobei er so niedrig flog, dass man die beiden Insassen, sowie das Schweizerkreuz auf beiden Flügeln deutlich wahrnehmen konnte. Staunend verfolgte man im blauen Aether die kühnen Wendungen des Doppeldeckers, der nach 10 Minuten in der Richtung Wil unsern Blicken entschwand.

Vor 50 Jahren

2. Oktober. Obertoggenburg. Kläranlage Nesslau eingeweiht. Im Obertoggenburg ist nach den Kurorten Wildhaus und Unterwasser die Abwasserreinigungsfrage auch in den Gemeinden Krummenau und Nesslau gelöst. In einem Zweckverband bauten die Dörfer Nesslau und Neu St. Johann an der Thur eine Kläranlage, die vor einiger Zeit in Betrieb genommen werden konnte.

Vor 20 Jahren

29./30. September: Nesslau. 200 Flüge über Nesslau. 19. Flugmeeting der Gleitschirm- und Delta-

flieger. Bei schönem Wetter und klarer Sicht fand das 19. Flugmeeting der Delta Gemeinschaft Toggenburg (DGT) statt. 200 Flüge von insgesamt 60 Teilnehmenden konnte das Publikum während des Sonntags verfolgen. Im Mittelpunkt des Flugmeetings stand der Wettbewerb im Landegelände. 15 Deltapiloten und 45 Teilnehmer in der Kategorie Gleitschirm zeigten ihr Können. Besonders das Anfliegen des markierten Landepunktes forderte Nervenstärke und Flugkenntnisse. «Dieses Jahr wurde zum ersten Mal nicht auf den Zentimeter gemessen. Aus Platzgründen (Gleitschirm- und Deltalandepunkt befinden sich nahe beieinander) werden so keine riskanten, ehrgeizigen Anflugmanöver gefördert», erklärte Walter Gröbli, Präsident des DGT. «Schlussendlich soll es auch ein Plauschwettkampf sein.» Sämtliche Teilnehmer starteten bei idealen Windverhältnissen auf Stockneregg (1550 m.ü.M.). Doch was von unten so einfach aussah, erforderte zusätzliche Kenntnisse, mussten doch bestimmte Waldzonen gemieden werden.

Vor 10 Jahren

1. Oktober: Bütschwil. Das Haus mit Leben füllen. Am Wochenende wurde das Seniorenzentrum Solino eingeweiht. Die Freude war auf der ganzen Linie spürbar: Einerseits galt sie einem sehr gelungenen Bauwerk, anderseits der mit viel Herzblut geführten Institution «Solino». Drei Tage dauerten die Feierlichkeiten – was bei einem Bauvolumen von 14,5 Mio. Franken angebracht scheint. Am Freitag feierten die Bewohner/innen am Nachmittag und die Angestellten am Abend. Im Beisein von Vertretern der acht Verbandsgemeinden, Verwaltungsräten und der «obersten Chefin» Regierungspräsidentin Kathrin Hilber, fand am Samstag der Einweihungsakt mit Schlüsselübergabe statt. Am Sonntag war die Bevölkerung zum «Tag der offenen Tür» mit ökumenischem Einweihungsgottesdienst eingeladen. Die nahezu zwei Jahre Umbauzeit seien eine spannende, aber auch aufwendige Zeit gewesen, blickte Solino-Leiter Markus Brändle zurück. Mit dem Neubau sei den Bedürfnissen der heutigen Bewohnergeneration Rechnung getragen. Im Alter wolle der Mensch weitgehend seine Lebensgewohnheiten beibehalten. Die höhere Zahl Einbettzimmer ermögliche den Rückzug, viele Aktivitätsangebote decken auf der andern Seite das Bedürfnis nach Erhaltung und Förderung der Fähigkeiten sowie nach Gemeinschaft ab. «Das Leben im Solino hat einen ganz neuen Stellenwert erhalten», ist Markus Brändle überzeugt.

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