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RICKEN: Schliessung der Loipe zum Wissboden sorgt für rote Köpfe

Der Vorschlag, die Loipe zur Alp Wissboden nicht mehr zu spuren, sorgte für rote Köpfe. Nun trafen sich die Beteiligten zum Gespräch.
Christine Schibschid
Sobald wieder genügend Schnee liegt und die gefallenen Bäume von Sturmtief Burglind geräumt sind, sollte die Loipe zur Alp Wissboden wieder gespurt werden können. (Bild: PD)

Sobald wieder genügend Schnee liegt und die gefallenen Bäume von Sturmtief Burglind geräumt sind, sollte die Loipe zur Alp Wissboden wieder gespurt werden können. (Bild: PD)

Christine Schibschid

redaktion@toggenburgmedien.ch

Bei einem runden Tisch haben Gegner und Befürworter einer Schliessung der Loipe von der Alp Rittmarren zur Alp Wissboden am Donnerstagabend vergangene Woche Argumente ausgetauscht. Die Loipe liegt auf Gommiswalder und Wattwiler Gemeindegebiet. Laut Peter Hüppi, Gemeindepräsident von Gommiswald, waren die Brüder Britt von der Alp Wissboden, Vertreter des Vereins Rickenloipe, beide Revierförster sowie Vertreter der Jagd und beider Gemeinden am runden Tisch anwesend. «Es war ein Austausch, Entscheidungen wurden nicht getroffen», sagt Hüppi. Laut Wildhüter Benedikt Jöhl war es ein «gutes Gespräch». Wie es weitergehe, liege an den Loipenbetreibern. «Wir hoffen, dass sie die Loipe überdenken.» Hintergrund der Überlegungen, die Strecke nicht mehr zu spuren, ist der Wildschutz. Die Forderung war seitens der Jäger laut geworden.

Keine rechtliche Grundlage

Wie Peter Hüppi im Oktober sagte, war mit dem Loipenverein vereinbart worden, die Loipe diesen Winter nicht mehr zu spuren (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete). Der Verein habe seine Entscheidung jedoch geändert. Eine rechtliche Grundlage für die Abschaffung der Spur gab es nicht. Die Loipe wird auch von Wanderern und Schneeschuhgängern genutzt, die über sie zur Alp Wissboden gelangen. Das drohende Aus hatte daher Willy Britt vom Wissboden alarmiert. Er fürchtete um Gäste und wehrte sich gegen eine Abschaffung der Loipe. Nach all dem Wirbel geht es nun vorerst weiter wie gehabt. «Wir möchten die Spur erhalten», sagt der Präsident des Vereins Rickenloipe, Stefan Rüsch. Beim Verein halte man die Loipe für eine gute Lösung, da sie den Tourismus kanalisiere, was die Natur schone. «Wenn sich etwas ändert, geschieht es freiwillig durch die Verantwortlichen des Loipenvereins», sagt Hüppi. Es sei aber denkbar, dass die Gemeinde das Thema in Zukunft in ihre Schutzverordnung aufnehme. Dann wäre eine Regelung rechtlich verbindlich. Hüppi betont aber: «Auch hier müssten wir einen Konsens mit den Parteien finden, denn sie wären einspracheberechtigt.» Für eine vorübergehende Lösung des Konflikts hat Sturm Burglind gesorgt. Derzeit liegen auf der Loipe Bäume. Selbst wenn Schnee da wäre, könnte sie nicht gespurt werden. «Wir sind aber zuversichtlich, dass wir diesen Winter noch spuren können», sagt Rüsch vom Loipenverein. Es ist denkbar, dass die Gemeinde das Thema in Zukunft in ihre Schutzverordnung aufnimmt.

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