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«Rhein ist kein Wiesenbächlein»

Kiesbänke Das seit Wochen überwiegend trockene Herbstwetter hat auch den Wasserstand im Rhein zurückgehen lassen.

Kiesbänke Das seit Wochen überwiegend trockene Herbstwetter hat auch den Wasserstand im Rhein zurückgehen lassen. Als tiefsten Wert der letzten Tage hat die automatische Messstation bei der Rietbrücke auf Höhe Diepoldsau am vorletzten Sonntag kurz vor 11 Uhr lediglich noch einen Durchfluss von 82 Kubikmeter Wasser pro Sekunde gemessen. Das entspricht in etwa dem minimalen Tagesmittel im Herbst 2003, als es den ganzen Sommer nicht geregnet hatte.

Der niedere Wasserstand sei nicht ungewöhnlich, sagt Claudio Senn, stellvertretender Leiter des Rheinunternehmens. Und: «Der Rhein ist aber kein Wiesenbächlein», warnt er. «Zum Beispiel durch den Rhein zu waten ist niemals möglich und extrem gefährlich.» Selbst wenn der Rhein über einen Teil seiner Breite quer über Kiesbänke riesle, gebe es gleich daneben mannstiefe Rinnen. Hier herrsche eine starke Strömung, welcher niemand standhalte. Danach lähme die Wassertemperatur von nicht mehr als zehn Grad Celsius die Muskulatur – man ertrinke.

Die Auswertung der Daten der Messstation bei Diepoldsau zeigt, dass die diesjährigen Tagesdurchschnittswerte für die Abflussmenge ziemlich genau dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre entsprechen. (pd)

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