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Rhapsody in Blue in der ­Ziegelhütte

AppenzellMit dem Ventus-Quintett Salzburg und dem Pianisten Clemens Zeilinger sind am kommenden Freitag um 20 Uhr hochkarätige Interpreten zu Gast in der Kunsthalle Ziegelhütte. Bei der Uraufführung der «Rhapsody in Blue» in der New Yorker Aeolien Hall tobte das Publikum. Das Konzert vom 12. Februar 1924 schrieb Geschichte. George Gershwin hatte den Amerikanern ein Stück echte amerikanische Musik geschrieben, in dem sich amerikanische klassische Musik mit Jazz vermischt. Zu hören ist dieses weltberühmte Werk am 7. Juli in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell in einer Fassung für Bläserquintett und Soloklavier. Die exquisiten Interpreten, das Ventus-Quintett Salzburg und der Pianist Clemens Zeilinger, spielen vorher heitere Serenadenmusik von Haydn und Dvorák sowie die schmissige Orchesterouvertüre zur Operette «Candide» von Leonard Bernstein. Getreu dem Jahresmotto wird Gershwins «Rhapsody in Blue» einer Metamorphose unterzogen, in der das Bläserquintett den Orchesterpart übernimmt, während das Soloklavier seinen originalen Part spielt. Dabei bleiben die meisten Klangfarben des Originals bei gleichzeitig äusserst transparentem Klangbild erhalten. Die Wirkung dieser umwerfenden Musik, die Popmusik, Jazz und klassische Musik in einem ist, wird auch das Appenzeller Publikum fesseln. Ebenfalls von der Orchesterbesetzung arrangiert für Bläserquintett und Klavier entfaltet die Ouvertüre zur Operette «Candide» von Leonard Bernstein jenen Drive, den man sich vom Komponisten der «West Side Story» gewohnt ist.

Der erste Konzertteil lässt die Tradition der klassischen Bläserserenaden aufleben. Das Divertimento mit dem «Choral St. Antoni» von Joseph Haydn ist eine melodienselige Bläserserenade, die im besten Sinne unterhaltend ist. Brahms hat später das Thema des Chorals verwendet in seinen «Haydn-Variationen». Von den klassischen Bläserserenaden liess sich Antonín Dvorák 1877 inspirieren zu seiner Serenade op. 44. Wie fast immer bei Dvorák ist das Ergebnis von betörendem Klangreiz, und man kann kaum glauben, dass er dieses vor Einfällen strotzende Werk in nur 14 Tagen komponiert hat. In der Farbpalette lösen stilisierte böhmische Dorfmusik, romantisch-träumerische Töne und archaisch herbe Klänge einander ab. Statt für zehn Bläser, Violoncello und Kontrabass erklingt dieses schwungvolle Werk im neuen Kleid für Bläserquintett und Klavier. Das Ventus-Quintett setzt sich aus Musikern des Mozar­teumorchesters Salzburg, der ­Camerata Salzburg sowie der Salzburger Kammerphilharmonie zusammen. Karten sind in der Kunsthalle Ziegelhütte unter Telefon 071 788 18 60 oder info@kunsthalleziegelhuette.ch er­hältlich. (pd)

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