Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Reutegger soll es richten

Nach Yves Noël Balmer (SP) gibt es einen zweiten Kandidaten für die Regierungsratswahlen 2019. Die SVP will mit Hansueli Reutegger ihren Sitz verteidigen. Eine Schlappe muss Florian Hunziker einstecken.
Jesko Calderara
Handlungsbedarf sieht Hansueli Reutegger bei den steigenden Gesundheitskosten. (Bild: Jesko Calderara)

Handlungsbedarf sieht Hansueli Reutegger bei den steigenden Gesundheitskosten. (Bild: Jesko Calderara)

Die SVP Appenzell Ausserrhoden steigt mit Hansueli Reutegger in die Gesamterneuerungswahlen 2019 für den Regierungsrat. Der Schwellbrunner Gemeindepräsident und Kantonsrat soll den Sitz von Finanzdirektor Köbi Frei verteidigen. Der erste Wahlgang ist am 10. Februar 2019. Das Verdikt an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung am Donnerstagabend im Restaurant Bären in Speicherschwendi fiel eindeutig aus: Reutegger erhielt 49 Stimmen, für Florian Hunziker sprachen sich elf der Anwesenden aus.

Beiden Kandidaten wurden letztlich die Voraussetzungen für die Tätigkeit als Regierungsrat attestiert. Verschiedene Gründe gaben jedoch den Ausschlag für den 52-jährigen Leiter des Steueramts Wil. Mehrere Delegierte hoben dessen Leistungsausweis als Gemeindepräsident hervor. Demnach konnte Schwellbrunn in Reuteggers Amtszeit an Finanzkraft zulegen. Auch die Bevölkerungszahl stieg in den letzten Jahren. Reutegger kenne aufgrund seiner Mitgliedschaft bei der Gemeindepräsidentenkonferenz die Sorgen und Nöte der Gemeinden, sagten mehrere Delegierte. Der SVP-Regierungsratskandidat wurde zudem als «ehrgeiziger und hartnäckiger Kämpfer» beschrieben.

Vorbehalte zur Belastbarkeit

Ein weiteres Thema während der Diskussion war die regionale Herkunft der künftigen Ausserrhoder Regierung. Einige Parteimitglieder befürchteten eine zu grosse Herisauer Machtkonzentration. Es könne sich negativ auswirken, falls mit Paul Signer, Yves Noël Balmer und Florian Hunziker drei von fünf Regierungsräten aus der gleichen Gemeinde kämen.

Ein SVPler stellte zudem die Frage in den Raum, ob Letzterer nebst Familie mit zwei kleinen Kindern und den militärischen Verpflichtungen als Regierungsrat den Belastungen gewachsen wäre. Vor allem die Delegation aus Herisau legte sich aber für Hunziker ins Zeug. Im Gemeinderat leiste dieser gute Arbeit und bringe sich kritisch ein. Hunziker sei dabei stets loyal und abgesehen davon ein Chrampfer, sagte ein Delegierter. Das Alter des SVP-Bewerbers sah er dagegen nicht als Nachteil an. Hunziker sei kein Jungspund mehr, könne jedoch mit seinen 38 Jahren eine andere Generation ansprechen.

Finanzen, Gesundheit und Richtplanung als Themen

In der Vorstellungsrunde nannte Reutegger mehrere politische Bereiche in Ausserrhoden, bei denen er Handlungsbedarf sieht. Zentral für Ausserrhoden seien gesunde Kantonsfinanzen. Steuererhöhungen, wie sie der Kantonsrat im Dezember 2017 beschlossen hatte, halte er für den falschen Weg, um das strukturelle Defizit zu beseitigen, sagte Reutegger. Sorge bereiten ihm auch die steigenden Gesundheitskosten. Zudem brauche es für die Kantonsschule, falls die Schülerzahlen nicht steigen, sowie bei der Richtplanung Lösungen. Er sei motiviert, die Entwicklung im Kanton voranzutreiben. Reutegger hob seine Führungs-, Lebens- und Exekutiverfahrung hervor. Zudem sei er bodenständig und gradlinig.

Ein Perspektivkandidat für die SVP

Florian Hunziker gab sich in seiner Präsentation kämpferisch. Von aussen wirke er vielleicht etwas lieb, was zu Zweifeln an seiner Durchsetzungsfähigkeit führen könne. «Wenn ich aber zu etwas Ja sage, ziehe ich es durch.» Aus der Runde wurde er in diesem Zusammenhang auf die SP-Steuergerechtigkeitsinitiative angesprochen, welche Hunziker entgegen der Position der SVP unterstützte. Ebenfalls nicht als Nachteil sah er seine Herkunft an. Ein Mitglied der Regierung sei dem ganzen Kanton verpflichtet. Für Hunziker ist das Amt in der kantonalen Exekutive eine Berufung. Dafür bringe er ideale Voraussetzungen mit. Hunziker bezeichnete sich als «Perspektivkandidat für die SVP» und als tugendhaften und zuverlässigen Menschen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.