Rettungsanker für Schiesssportzentrum

Die Schliessung ist vorerst abgewendet. Eine Initiative will den Gemeinderat ermächtigen, dem Schiesssportzentrum Teufen finanziell unter die Arme zu greifen.

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An der ausserordentlichen Generalversammlung von vergangenem Mittwochabend wurde es beschlossen: Eine Initiative zur Rettung des Schiesssportzentrums (SSZ) soll lanciert werden. Mit 33 zu zwei Stimmen wurde der diesbezügliche Vorschlag von Heinz Bolliger, Vizepräsident der Genossenschaft, gutgeheissen. Geplant ist ein Initiativkomitee bestehend aus fünf Personen zu gründen und die Initiative baldmöglichst einzureichen – 150 Unterschriften sind hierzu vonnöten. Der Gemeinderat habe versprochen, dass die Initiative rasch behandelt werde, so Bolliger.

Der Initiativtext sieht vor, den Gemeinderat zu ermächtigen, Massnahmen zur Sanierung zu ergreifen und das SSZ mit jährlich bis zu 90 000 Franken zu unterstützen. Das SSZ ist seit Jahren finanziell angeschlagen. Die Ursprünge finden sich in einer Baukreditüberschreitung von 84 Prozent. Zudem haben sich Schulden bei der Gemeinde in der Höhe von rund 100 000 Franken angehäuft. Das Darlehen, das die Gemeinde den Betreibern gewährte, und das noch zurückbezahlt werden muss, beträgt über 900 000 Franken.

Noch im vergangenen Mai hatte die SSZ-Generalversammlung beschlossen, wegen Liquiditätsproblemen und Nichtgewährleistung der Unternehmensführung die Bilanz zu deponieren. Nun kommt alles anders: Man will nach einem Rettungsanker greifen und mittels einer Initiative dem Volk das letzte Wort in dieser Sache geben. Gespräche mit der Gemeinde mit der Bitte, das SSZ stärker zu unterstützen, seien bislang gescheitert. Die Initiative scheint der letzte Ausweg, um die Schliessung doch noch abzuwenden. Das SSZ wurde erst 2012 eingeweiht. (asz)