Rest einer Brandruine gefunden

Bei der Sanierung der Deponie Chueholzbach in Wattwil wurden unter anderem Verbrennungsrückstände gefunden. Die Sanierung der Deponie erfolgt im Rahmen der letzten Etappe des Ausbaus der Bäche, die beim Schulhaus Wis in die Thur münden.

Martin Knoepfel
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Die Hausbewohner haben direkte Sicht auf die Baustelle Eggstrasse. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Hausbewohner haben direkte Sicht auf die Baustelle Eggstrasse. (Bild: Martin Knoepfel)

WATTWIL. Die letzte Etappe beim Ausbau des Chueholzbachs, des Wisbachs, des Eggbachs und des Stutzbachs wird dieses und im nächsten Jahr realisiert. Das Ausbauziel ist ein hundertjähriges Hochwasser. Der Wisbach fliesst beim Schulhaus Wis in Wattwil in die Thur. Die Gesamtkosten der dritten Etappe betragen 2,1 Millionen Franken, von denen Wattwil 0,6 Millionen bezahlen muss. Für gut 0,3 Millionen müssen die Anwohner geradestehen.

Das Projekt sei im Plan, sagt Peter Schweizer, Leiter Bau und Planung der Politischen Gemeinde. Das Rückhaltebecken im Egg- bach und das Einlaufbauwerk an der Eggstrasse seien fertig. Die Arbeiten fürs Rückhaltebecken Stutzbach hätten begonnen. Die Stützmauer der Eggstrasse gegen das neue, offene Bett des Chueholzbachs sei im Bau.

Zugleich mit der dritten Etappe der Sanierung der Wisbäche wird die Deponie Chueholzbach teilsaniert. Der Bach fliesst im unteren Teil in einer Röhre, die teilweise defekt ist. Peter Schweizer vermutet, dass die Deponie in den Jahren 1958 bis 1960 aufgeschüttet wurde, als die Eggstrasse ausgebaut und der Chueholzbach eingedolt wurde. Den Einschnitt habe man mit Kehricht und Bauschutt aufgefüllt. Nun habe man grössere Mengen an Verbrennungsrückständen gefunden, die wohl von einem Haus stammten, das abgebrannt und so entsorgt worden sei, sagt Peter Schweizer. Die Kosten für die Sanierung der Deponie werden voraussichtlich höher ausfallen als budgetiert. Genaue Zahlen hat Peter Schweizer aber noch nicht. Für die Sanierung der Deponie wurde mit dem Budget 2015 ein Kredit von 370 000 Franken bewilligt. Der Aufwand für die Sanierung der Deponie ist in den Kosten für den Ausbau der Bäche nicht enthalten. Der Bund subventioniert die Sanierung der Deponie mit 100 000 Franken.

Die ersten beiden Etappen des Ausbaus wurden in den Jahren 2000 bis 2001 und 2006 realisiert. Den Anstoss dazu gab ein Hochwasser im Jahr 1994. Rechtsstreitigkeiten verzögerten das Projekt während mehrerer Jahre.