Respekt vor grossem Projekt

Die Gewerbler aus dem Neckertal trafen sich kürzlich in Hemberg zur Hauptversammlung. Nutzen von Leasing und Chancen der künftigen Bauvorhaben standen im Vordergrund.

Melanie Graf
Drucken
Teilen

Hemberg. Im Saal des Hotels Krone blickte Maja Meyer-Böhm, seit einem Jahr Präsidentin des Gewerbevereins Neckertal, vor 38 Mitgliedern und einigen Gästen auf das vergangene Jahr zurück. Meyer führte das «z'Gast bim Gwerb» ein, mischte «Kultur und Gewerbe» und führte künftige Schulabgänger und Gwerbler am Kontaktabend «Gewerbe – Schule» zusammen.

In guter Erinnerung blieb auch die Präsenz an der Islandpferde-WM in Brunnadern oder der Gwerbler Zmittag mit anschliessenden Informationen über das Bauprojekt Alters- und Pflegeheim Brunnadern.

Chance, oder doch nicht?

Mirjam Lindauer, Ebersol, trat als Aktuarin zurück. Zur Wahl vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurde Sonja Anderegg Künzli, St. Peterzell.

Walter Fischbacher, Gemeindepräsident aus Hemberg, informierte über künftige Bauvorhaben in seiner Gemeinde und sah dies als Chance für die Neckertaler Gewerbler. «Die Wertschöpfung soll im Tal bleiben», sagte er. Ein Mitglied meinte, den Fokus auf das Bauprojekt Neubau Alters- und Pflegeheim Brunnadern gerichtet: «Das Neckertaler Stimmvolk hat sich für diese Investition entschieden.

Jetzt sind wir Bauhandwerker aufgefordert, diese Chance zu nutzen, an der offenen Ausschreibung teilzunehmen und mittels Arbeitsgemeinschaften konkurrenzfähige Offerten abzugeben.» Nebst der Wertschöpfung blieben auch Arbeitsplätze im Neckertal.

«Einheimischenbonus»?

Unter den Gewerblern herrscht zum Thema Neubau Alters- und Pflegeheim eine zurückhaltende Stimmung. Von Euphorie kann keine Rede sein. Und nur auf Anfrage rückten die Gewerbler mit ihrer Meinung heraus.

Die Bereitschaft sei sicher vorhanden, und Arbeitsgemeinschaften würden sich bilden, so, wie es in anderen Fällen auch schon gemacht worden sei, sagte ein Mitglied. Doch vieles hänge von der Bauherrschaft ab, auch, ob die Bauarbeiten in Etappen ausgeführt werden könnten. «Es ist halt schon ein grosser Brocken», sagte ein anderer. Ihm seien private Auftraggeber fast lieber.

Auch die Konkurrenz von ausserhalb sei nicht zu unterschätzen, man hoffe aber schon auf den «Einheimischenbonus». «Am Ende bekommt der Günstigste den Zuschlag», so ein anderes Mitglied.

Aktuelle Nachrichten