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REORGANISATION: Toggenburg als Zivilschutz-Pilotregion

Die drei Zivilschutzorganisationen des Toggenburgs werden zu einer einzigen zusammengelegt. Der Zusammenschluss ist Teil einer kantonalen Reform, die eigentlich auf Eis liegt.
In Zukunft ziehen alle Toggenburger Zivilschützer ihre Uniform für dieselbe Zivilschutzorganisation an. (Bild: Nana do Carmo)

In Zukunft ziehen alle Toggenburger Zivilschützer ihre Uniform für dieselbe Zivilschutzorganisation an. (Bild: Nana do Carmo)

Aus den zwanzig Zivilschutzor­ganisationen (ZSO) im Kanton St. Gallen sollen acht werden. Dafür soll zusätzlich eine neue, kantonale Formation entstehen, die sich um Aufgaben wie die periodische Schutzraumkontrolle kümmert. Auf diese Reform mit dem mittlerweile angestaubten Titel «Zivilschutz 2015+» hatte sich der Kantonsrat bereits im Juni 2016 geeinigt. Durch die Reorganisation sollte der Zivilschutz schlanker und effizienter werden.

Doch in der Beratung des Budgets beschloss das kantonale Parlament bedeutend weniger Geld für neue Stellen zu sprechen, als die Regierung beantragt hatte. Die Regierung legte deshalb die Reform auf Eis. Sie sei nur mit zwei zusätzlichen Stellen für den Aufbau und die Führung der neuen Formation möglich, für die nun die Mittel fehlten.

Im Toggenburg wird schon zusammengelegt

Trotz des zwischenzeitlichen Marschhalts auf kantonaler Ebene, im Toggenburg fährt man mit der Zusammenlegung der ZSO fort. Die drei bisherigen Organisationen Neckertal, Toggenburg und unteres Toggenburg werden auf den 1. Januar in der ZSO Toggenburg zusammengefasst. Der Wahlkreis Toggenburg fungiert als Pilotregion für den ganzen Kanton. «Wir haben in Absprache mit dem Kanton entschieden, die Zusammenlegung jetzt schon umzusetzen», sagt Kilian Looser, Gemeindepräsident von Nesslau und Toggenburger Vertretung im Vorstand der Vereinigung St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP). «Die neue Organisation erfüllt die gleichen Aufgaben wie bisher», sagt Looser. Sollte die Reform dereinst doch noch im ganzen Kanton umgesetzt werden, dürften einige Aufgaben zum Kanton übergehen. «Die Schutzraumkontrolle oder der Kulturgüterschutz zum Beispiel», sagt ­Lukas Fust, stellvertretender Kommandant der ZSO unteres Toggenburg und Projektleiter der Reform «Zivilschutz 2015+». Für die neue ZSO Toggenburg wird derzeit nach einem Kommandanten gesucht. Dieser wird zu 100 Prozent angestellt. Bisher verfügten die drei ZSO über Teilzeitkommandanten, die diese Aufgabe als Nebenamt bekleideten.

Kantonsweit 1700 Zivilschützer weniger

Wie viele Angehörige des Zivilschutzes durch die Reform allenfalls nicht mehr zum Dienst aufgeboten würden, lasse sich gemäss Looser noch nicht sagen. Im Reformprojekt gingen die Verantwortlichen für den ganzen Kanton davon aus, dass sich der erforderliche Bestand von heute 5300 auf 3600 reduzieren werde.

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger@

toggenburgmedien.ch

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