Reorganisation in Bewährungsphase

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Bei der Kenntnisnahme des Schlussberichts zur Reorganisation der kantonalen Verwaltung stach das namens der CVP-EVP-Fraktion gehaltene Votum von Kantonsrätin Claudia Frischknecht heraus. Während von den anderen Parteien schwergewichtig lobende Worte zu hören waren, fuhr Frischknecht mit Kritik auf. Der Kommunikation sei nicht immer die nötige Beachtung geschenkt worden. Und auch wenn im Regierungsgremium ein Kulturwandel stattgefunden habe, so gebe es weiteres Verbesserungspotenzial. Was das Einsparziel von 7,8 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Aufgabenüberprüfung betrifft, so beisse sich dieses mit dem aktuellen Kantonsdefizit. «Hätte das Einsparziel nicht erreicht werden können, wäre das Defizit in der Staatsrechnung wohl noch grösser gewesen», sagte Claudia Frischknecht. Die erwähnten Einsparungen wurden auch von SP-Fraktionsmitglied Jaap van Dam aufgegriffen. Die Zukunft werde zeigen müssen, wie nachhaltig diese seien.

Grossmehrheitlich wurde erfreut zur Kenntnis genommen, wie die Reorganisation umgesetzt wurde. «Das Projekt ist rundum geglückt», fasste beispielsweise FDP-Kantonsrat Markus Brönnimann zusammen. Bei der Finanzkommission zeigte man sich besonders darüber erfreut, dass der Verpflichtungskredit eingehalten werden konnte. Die diversen Erkenntnisse aus dem Projekt sollen auch als Leitlinie für die weitere Arbeit dienen – etwa die Tatsache, dass Teambildung der Schlüssel zum Erfolg sei, wie es Edgar Bischof, Präsident der Finanzkommission, formulierte.

Die Reorganisation der kantonalen Verwaltung war ein einmaliges Grossprojekt. Die Regierung wurde verkleinert und damit verbunden die Zahl der Departemente reduziert. (rf)