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Rekordknacker in Herisau

Lo & Leduc sind derzeit die Schweizer Musiker schlechthin. Am Sonntag knackten sie mit "079" den Rekord der Single-Charts. Gemeinsam mit Reggae-Sänger Dodo traten sie zwei Tage zuvor im Casino Herisau auf.
Miranda Diggelmann
Luc Oggier (links) und Lorenz Häberli traten am Freitag zusammen mit Reggae-Sänger Dodo im Casino Herisau auf. Die beiden - besser bekannt als Lo & Leduc - arbeiteten an Dodos neuem Album Pfingstweid mit. (Bild: Miranda Diggelmann)

Luc Oggier (links) und Lorenz Häberli traten am Freitag zusammen mit Reggae-Sänger Dodo im Casino Herisau auf. Die beiden - besser bekannt als Lo & Leduc - arbeiteten an Dodos neuem Album Pfingstweid mit. (Bild: Miranda Diggelmann)

Sänger und Musikproduzent Dodo präsentierte am Freitag sein neues Album Pfingstweid im Casino Herisau. Das Mundart-Duo Lo & Leduc war an dem exklusiven Konzert mit dabei, da auch sie an «Pfingstweid» gearbeitet haben. Die beiden Berner gehören derzeit zu den erfolgreichsten Schweizer Musikern, nicht zuletzt, da sie am Sonntag den Rekord der Single-Charts knackten. Mit ihrem Song «079» sind sie als erste Schweizer Musiker bereits seit elf Wochen auf Platz 1 der Hitparade.

Lo und Leduc, ihr wart am Freitag in Herisau wegen Dodos neuem Album Pfingstweid, das eine Hommage an das «Success Club Studio» ist, welches abgerissen wird. Was hattet ihr für einen Bezug zu diesem Studio?

Leduc: Als wir unser Album «Zucker fürs Volk» produzierten, waren wir neun Monate lang fast Tag und Nacht in diesem Studio. Damals lebten wir sozusagen in Zürich und pendelten nach Bern. In dieser intensiven Zeit ist uns die Lotterbude schon ziemlich ans Herz gewachsen.

Lo: Das Studio war ausserdem an einer extrem guten Lage, gleich bei der Hardbrücke. Im Vergleich zu den meisten anderen Studios, konnte man darin bei Tageslicht Musik machen. Das gefiel uns extrem gut.

Auch ihr habt kürzlich euer neues Album Update 4.0 rausgebracht. Im März und April wart ihr damit auf Clubtour. Geht die Tournee noch weiter?

Lo: Ja genau, diesen Sommer werden wir noch auf diversen Festivals wie beispielsweise auf dem Open Air St. Gallen und auf dem Openair Frauenfeld spielen.

Leduc: Teilweise werden wir dabei in der Klubformation mit DJs spielen. Doch auch zusammen mit der Band stehen noch Konzerte wie zum Beispiel in Schaffhausen und am Openair Orpundart auf dem Plan.

Am Sonntag habt ihr mit «079», einem Lied des neuen Albums, den Rekord der Single-Charts geknackt und seid als erste Schweizer Musiker elf Wochen lang auf Platz 1 der Hitparade.

Leduc: Woche für Woche war das eine unglaubliche Zeit für uns. Trotzdem muss man diesen Rekordbruch relativieren, da heutzutage andere Zeiten sind. DJ Bobo war nicht nur in der Schweiz die Nummer 1, sondern global. Und zur Zeit von «Grüezi Wohl, Frau Stirnimaa!» wurden noch CDs oder gar Schallplatten verkauft. Das kann man also nicht vergleichen. Trotz allem ist es ein Achtungserfolg, der uns sehr rührt. Damit hätten wir wirklich nicht gerechnet.

Lo: Wir machen unsere Musik ja nicht für die Preise und trotzdem: Wenn man so kurz vor einem Rekord ist, dann will man ihn auch erreichen. Das ist das gleiche, wie wenn die Schweiz in den WM-Final kommt. Niemand hätte es gedacht und trotzdem ist man dann traurig, wenn sie nicht gewinnen.

So war es ja, als die Eishockey-Nati kürzlich Silber im WM-Final holte. Bei Spiel-Unterbrechungen und in der Kabine lief euer Song «079». Wie sehr seht ihr euch an der Silber-Medaille beteiligt?

Leduc: Gar nicht, im Gegenteil: Wir fühlen uns sehr geehrt. Es ist verrückt zu sehen, wo ein Song überall hinkommt, wo man selbst nicht sein kann.

Es gäbe noch vieles zu besprechen. Konzentrieren wir uns aber auf euren Erfolg mit «079». Lässt ihr euch für eure eigenen Lieder von bestimmten Künstlern inspirieren?

Leduc: Ja, jeden Tag, aber vor allem sind es gewisse Momente. Die besten Inspirationen für Melodien und Liedideen kriege ich, während ich an Livekonzerten von anderen Musikern im Publikum stehe. Wenn ich dann Sprachaufnahmen in mein Handy hinein schreie, sehen mich die Leute komisch an. Tatsächlich sind so aber schon die besten Lieder entstanden. Für «079» wurden wir von einem alten Salsa inspiriert, das ist also ganz unterschiedlich.

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