Rekord am Eidgenössischen Turnfest

Mit 60 Turnerinnen und Turnern reiste der TV Lütisburg nach Biel und erturnte sich mit der Note von 28.09 einen neuen Vereinsrekord. Nach dem heftigen Sturm reiste auch der TV Lütisburg ans ETF nach Biel.

Drucken
Teilen
Die Lütisburger Turner glänzten am ETF in Biel mit dem 17. Schlussrang. (Bild: pd)

Die Lütisburger Turner glänzten am ETF in Biel mit dem 17. Schlussrang. (Bild: pd)

Mit 60 Turnerinnen und Turnern reiste der TV Lütisburg nach Biel und erturnte sich mit der Note von 28.09 einen neuen Vereinsrekord.

Nach dem heftigen Sturm reiste auch der TV Lütisburg ans ETF nach Biel. Zuerst war man sehr überrascht, wie es die vielen Helfer überhaupt geschafft hatten, das ganze Areal wieder wettkampftauglich zu machen. Nach Bezug des Zeltplatzes ging es mit dem dreiteiligen Vereinswettkampf los. Nach einer intensiven Vorbereitung und vielen Trainingsstunden wollte man endlich die Marke von 27 erreichen. Die Geräteriege startete in der Halle mit ihrer Vorführung aus Sprung und Boden und der Note 9.20 sehr gut in den Wettkampf. Zur gleichen Zeit waren die Leichtathleten beim Weitsprung und beim Kugelstossen anzutreffen. Auf einer nicht ganz einfachen Weitsprunganlage gab es die nächste Teilnote von 8.85. Im Kugelstossen lief es sehr gut und der erste Wettkampfteil wurde mit der Note 9.59 abgeschlossen. Im zweiten Teil stand die Aerobic-Gruppe auf der imposanten Bühne der Coop-Arena. Die grosse Bühne schien zu beflügeln und das Wertungsgericht quittierte das Gezeigte mit einer Super-Note von 9.27. Das Werfer-Team erreichte mit grossen Weiten eine sensationelle 9.95 und die Sprinter eine super 9.69 in der Pendelstafette. Im dritten Wettkampfteil standen für die Leichtathletik-Gruppe noch der Hochsprung und der 800-Meter-Lauf auf dem Programm. Auf der Hochsprunganlage war es nicht sehr einfach, die gewohnten Höhen zu springen. Trotzdem gaben sie nicht auf und es gab mit 9.38 eine gute Note. Im 800-Meter-Lauf lief es dann wieder sehr gut. Alle liefen ein schnelles Rennen und es gab dafür die Topnote 9.79. Nach einer eher enttäuschenden Hauptprobe in Glarus hatten die Allrounder im Fachtest noch eine Rechnung offen. Die zwei Damen und zwölf Herren steigerten sich so richtig in den Wettkampf hinein und wollten endlich einmal die Leistung abrufen, die sie eigentlich drauf haben. Dies gelang auf eindrückliche Weise und mit der Note 9.15 war man sehr zufrieden und die Freude war riesengross. Gespannt war man dann auf die Gesamtnote. Reicht es nun endlich für das grosse Ziel, die Note 27? Vier Stunden nach dem Wettkampf stieg unser Oberturner Michael Gerig auf die Bank und verkündete: «Es gab wieder keine 27, es ist eine 28.09!» Die Turnerschar war nicht mehr zu bremsen und der Jubel der Lütisburger riesengross. So eine Leistungssteigerung aller Disziplinen am wichtigsten Turnfest, das nur alle sechs Jahre stattfindet, ist bemerkenswert. Die jahrelange Arbeit der vielen Leiterinnen und Leiter bei der Jugend und im Aktiven Bereich hat sich ausbezahlt. Der TV Lütisburg hat damit den sensationellen 17. Schlussrang von total 140 Vereinen in der 3. Stärkeklasse erreicht.

Markus Züblin