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«Reisezeit muss attraktiv bleiben»

In Ebnat-Kappel ist man unglücklich mit dem Fahrplan. Die Haltestelle Gieselbach wird von der Buslinie 770 nur nachts bedient – das stösst im Dorf auf Unverständnis. Ausserdem fährt das Postauto mit der Kursnummer 790 gar nicht durch Ebnat-Kappel.
Angela Hess
Markus Schait, Verkehrsplaner Region Nord des Kantons St. Gallen. (Bild: PD)

Markus Schait, Verkehrsplaner Region Nord des Kantons St. Gallen. (Bild: PD)

Markus Schait, Verkehrsplaner der Region Nord beim Kanton St. Gallen, erklärt, wieso die Linien momentan so verkehren und was für die Zukunft geplant ist.

Markus Schait, die Haltestelle Gieselbach in Ebnat-Kappel wird nur vom Nachtkurs der Linie 770 bedient. Wieso hält am Tag kein Bus an dieser Haltestelle?

Markus Schait, Verkehrsplaner Region Nord des Kantons St. Gallen. (Bild: PD)

Markus Schait, Verkehrsplaner Region Nord des Kantons St. Gallen. (Bild: PD)

Ich bin erst seit einem Jahr für die Verkehrsplanung in diesem Gebiet zuständig. Die Haltestelle Gieselbach existiert jedoch schon viel länger. Ich kann deshalb mit dem heutigen Fahrplan nicht erkennen, wieso das damals so konzipiert wurde. Am Tag verkehrt die Linie bis zur Haltestelle Wier und fährt dann ohne Wartezeit zurück nach Wattwil. Das heisst, die Strecke wird tagsüber sehr schlank betrieben. Aktuell besteht deshalb keine Kapazität, um die Linie auch tagsüber bis Gieselbach durchzuführen.

Am Tag verkehrt zwischen Wattwil und Nesslau-Neu St. Johann die Linie 790. In Ebnat-Kappel fragt man sich, wieso dieses Postauto am Dorf vorbeifährt, anstatt hindurch.

Der Zug zwischen Wattwil und Nesslau-Neu St. Johann fährt im Stundentakt. Die Linie 790 ist aktuell als Ergänzung zur Zug­verbindung gedacht: Zur vollen Stunde das Postauto, zur halben der Zug. Die Reisezeit muss für diese Verbindung attraktiv bleiben. Darum fährt das Postauto auf der Umfahrungsstrasse. Zusätzlich ist es natürlich auch so, dass die Linien 770 und 790 in Ebnat-Kappel fast gleichzeitig verkehren würden, wenn die Zweitere durch das Dorf fahren würde. Eine solche Konkurrenzierung toleriert der Bund, der sich finanziell beteiligt, nicht.

Wird diese Situation nun so bleiben, oder sind Änderungen des Fahrplans geplant?

Es wird Änderungen geben. Wir klären momentan ab, wie das Angebot im Obertoggenburg optimiert werden kann. Die Wartezeit der 790-Linie in Nesslau-Neu St. Johann ist beispielsweise unnötig lange. Weil das Postauto bis nach Buchs fährt, ist die Anpassung aber aufwendig und kompliziert: Die Bahnanschlüsse müssen berücksichtigt werden. Wir möchten vor allem die Wartezeit verkürzen – im Zuge der Anpassungen versuchen wir aber auch, Ebnat-Kappel zu berücksichtigen. Per Fahrplan 19, also ab Dezember 2018, soll der Fahrplan optimiert werden.

Postauto im Postkreisel Susann Basler © TZ 21. September 2008 (Bild: Susann Basler (Susann Basler))

Postauto im Postkreisel Susann Basler © TZ 21. September 2008 (Bild: Susann Basler (Susann Basler))

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