Reiche Ernte für kleine Kürbisbauern

Vergangenen Herbst hatte man vor dem Kindergarten- und Primarschulgebäude in Alt St. Johann ein Hochbeet angelegt. Dass die Kürbisse nur so spriessen würden, damit hatte man nicht gerechnet. Am Montag wurde die reichhaltige Ernte am Kürbisfest gefeiert.

Silvia Bollhalder
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Auch süsse Leckereien gehörten zum Kürbisfest, zum Beispiel selbstgebackene Guezli.

Auch süsse Leckereien gehörten zum Kürbisfest, zum Beispiel selbstgebackene Guezli.

ALT ST. JOHANN. Aufgeregt machten sich am Montagmorgen die Kindergärtler und Erst- und Zweitklässler auf den Weg in die Schule. Für sie sollte es ein ganz besonderer Tag werden, denn man hatte mit den Lehrerinnen der 1. und 2. Klasse – Madeleine Götte und Angela Bischof – und Kindergärtnerin Astrid Ammann zum Kürbisfest geladen. Und dazu benötigte es einiger Vorbereitung, schliesslich sollten rund 140 Eltern und Geschwister verköstigt werden.

Schon frühmorgens wurde in kleinen stufenübergreifenden Gruppen eifrig geschnippelt und gerührt, voller Elan und mit grosser Vorfreude. Kiloweise Früchte wurden für einen feinen Fruchtsalat zerkleinert, Teig wurde geknetet und ausgerollt, um Hunderte schmackhafte Guezli auszustechen, frisches Brot wurde gebacken und nicht zuletzt wurde rund ein Dutzend Kürbisse zu einer Suppe verarbeitet. Insgesamt hatte man in diesem Herbst etwa 40 Stück davon geerntet, einige durften die Kinder zuvor schon mit nach Hause nehmen.

Mit passender Dekoration

Zu einem richtigen Fest gehören natürlich nicht nur Gaumenfreuden. Für die passende Dekoration sorgten die Kinder ebenso, zusammen mit Christine Risch, der Lehrerin der Einführungsklasse, und der Logopädin Frida Hauser. Herbstliche Blätter wurden ausgeschnitten und verziert und kleine Tierchen liebevoll gebastelt. Ebenso wurden extra schön bemalte Wegweiser hergestellt, damit sich später die Eltern und Geschwister im grossen Schulgebäude zurechtfinden würden.

Ein besonders begehrter Platz war der Stuhl im Schminkzimmer, wo Schmetterlinge, Kätzchen oder auch ein Kürbisgesicht aufgemalt wurden. Unterstützt wurden die Kinder bei den ganzen Vorbereitungen neben ihren Klassenlehrerinnen auch von Handarbeitslehrerin Eveline Wirth und sechs Müttern, die sichtlich Spass daran hatten, den Sprösslingen zur Hand zu gehen. Besonders erfreut zeigten sich die Lehrerinnen aber darüber, dass die stufenübergreifende Einteilung so gut geklappt hatte, die Grossen den Kleinen halfen und alle super mitarbeiteten, was bei vielen Kindern auf einen Haufen nicht selbstverständlich ist. Schon bald duftete es im ganzen Schulhaus nach den vielen Leckereien und nachdem die Kinder so tüchtig gewesen waren, durften sie sich noch eine Weile im Kindergarten austoben, bis dann die Familien erschienen. Gerade die Schüler – die grossen unter den kleinen – genossen es sichtlich, wieder einmal altbekannte Kindergartenluft zu schnuppern und mit den tollen Spielsachen zu spielen.

Gemeinsam Zmittag essen

Um halb zwölf trafen schliesslich die ersten Mütter, Väter und Geschwister in der Schule ein. Stolz zeigte der Nachwuchs, was er während dem Vormittag geleistet hatte. Man setze sich an die schön hergerichteten Tische in den Schulzimmern und genoss in gemütlicher Atmosphäre den feinen Zmittag. Nach dem Dessert musste nochmals kurz geschuftet werden. Allerdings waren diesmal die Eltern gefragt. Denn man nutzte die Gunst der Stunde, um mit ihrer Hilfe für den diesjährigen Räbeliechtliumzug frische Räben auszuhöhlen und zu verzieren. In den Jahren zuvor hatte man die Laternen aus Papier gefertigt. «Der Aufwand ist ansonsten viel zu gross, da gerade bei den Kleinsten intensive Betreuung nötig ist, wenn es um die Räbeliechtli geht», erklärt Kindergärtnerin Astrid Ammann.

Vorbereitung für nächstes Jahr

Bis um 18.30 Uhr wurde gegessen, geschnitzt – und wie es sich für ein Fest dieser Art gehört, natürlich viel gespielt. Und damit es auch im nächsten Jahr wieder Grund zum Feiern gibt, wurden die Gartenabfälle von den Vorbereitungen sofort wieder ins Gartenbeet geschüttet, so dass eine nährstoffreiche Erde die nächste Saat erwartet.

Am Dienstagabend durften die Kinder dann bei ihrem Umzug durch das Dorf ihre eigens gefertigten Laternen ausführen.

Beim Räbeliechtli-Schnitzen halfen auch die grossen Gäste fleissig mit. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Beim Räbeliechtli-Schnitzen halfen auch die grossen Gäste fleissig mit. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Die Vorbereitungen am Morgen waren aufwendig.

Die Vorbereitungen am Morgen waren aufwendig.