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Rehetobel: Ausgeglichener Voranschlag 2020 - bis 2035 soll die Verschuldung massiv gesenkt werden

Für 2020 veranschlagt die Vorderländer Gemeinde eine schwarze Null. Die langfristigen Ziele des Gemeinderates sind ehrgeizig.
Jesko Calderara
Rehetobel hat nach Trogen die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Kanton. Bild: APZ

Rehetobel hat nach Trogen die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Kanton. Bild: APZ

Als eine der wenigen Gemeinden im Kanton erwartet Rehetobel nächstes Jahr einen Gewinn. Gemäss dem Voranschlag 2020 beträgt dieser bei Ausgaben von annähernd 9,8 Millionen Franken rund 23000 Franken. Gemeindepräsident Urs Rohner sprach am Dienstagabend an der Informationsveranstaltung im kleinen Saal des Gemeindezentrums denn auch von einer «Punktladung». Mehrausgaben geplant sind im Bereich Bildung. Als Ursachen dafür nannte Schulpräsident Remo Kästli steigende Schülerzahlen auf der Primarstufe, zusätzliche sonderpädagogische Beschulungen sowie bauliche Massnahmen am Schulhaus. Zudem steigt der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um rund 120000 Franken. Alle vakanten Stellen in der Gemeindeverwaltung konnten wieder besetzt werden. Ausgewiesene Fachpersonen hätten jedoch ihren Preis, sagte Rohner. Dafür müsse die Gemeinde weniger externes Fachwissen einkaufen.

In seinen Ausführungen ging Rohner auch auf die finanzpolitischen Ziele des Gemeinderates ein. So sieht der Finanzplan ab 2023 eine Senkung des Steuerfusses auf 4,2 Einheiten vor. Dann läuft die vor Jahren beschlossene zweckgebundene Steuererhöhung zur Amortisation des Investitionsbeitrages für das Schwimmbad aus. Kantonsrat Andreas Zuberbühler wollte wissen, warum der Steuerfuss angesichts der anstehenden Projekte und der hohen Verschuldung der Gemeinde nicht langfristig bei 4,3 Einheiten belassen wird. Die Finanzkommission werde sich mit diesem Thema beschäftigen, sagte Rohner. Das letzte Wort dazu hätten aber auf jeden Fall die Stimmberechtigten.

Hoher Investitionsbedarf beim Gemeindezentrum

Ein wichtiges Ziel ist für den Gemeinderat ein weiterer Schuldenabbau. Obschon jüngst Fortschritte erzielt wurden, gehört Rehetobel nach wie vor zu den Gemeinden mit den höchsten Verbindlichkeiten. Diese betrugen Ende des letzten Jahres pro Einwohner 3423 Franken. Nur Trogen weist einen noch höheren Wert aus. Rehetobel strebt bis spätestens 2035 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2000 Franken an. «Um das zu erreichen, wäre ein Bevölkerungswachstum wünschenswert», sagte Rohner. Dadurch könnte die Steuerlast auf mehr Schultern verteilt werden. Der Schuldenstand steigt künftig möglicherweise wieder an – zumindest vorübergehend. Denn in der Vorderländer Gemeinde stehen grössere Investitionsvorhaben an, beispielsweise die Sanierung des Gemeindezentrums. Dieses Projekt soll in den Voranschlag 2021 aufgenommen werden. Nach heutigem Stand werden die Kosten auf mindestens 1,7 Millionen Franken geschätzt.

Etwas tiefer liegt mit knapp 1,6 Millionen Franken das Investitionsvolumen 2020. Grösster Posten ist das Pumpwerk Nord, daran wird sich allerdings auch Grub beteiligen.

Über den Voranschlag 2020 entscheiden die Stimmberechtigten am 24. November.

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