REHETOBEL: Petition für Sportsclinic

Andreas Zuberbühler und Lorenz Schefer sammeln Unterschriften. Damit wollen sie das Therapie- und Regenerationszentrum vor dem Scheitern retten.

Jesko Calderara
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Was aus dem ehemaligen Alters- und Bürgerheim Ob dem Holz wird, ist mehr denn je offen. (Bild: Urs Bucher)

Was aus dem ehemaligen Alters- und Bürgerheim Ob dem Holz wird, ist mehr denn je offen. (Bild: Urs Bucher)

Jesko Calderara

jesko.calderara

@appenzellerzeitung.ch

Die geplante Sportsclinic in Rehetobel könnte erneut auf die politische Agenda kommen. Kantonsrat Andreas Zuberbühler und Lorenz Schefer haben dazu eine Petition gestartet. Sie verlangen, dass die Stimmberechtigten über eine Verlängerung der Frist zur Eintragung des Baurechtsvertrags im Grundbuch abstimmen können. Der Gemeinderat hat dies erst kürzlich abgelehnt. Er will stattdessen das ehemalige Alters- und Bürgerheim Ob dem Holz neu ausschreiben.

Aufgrund hängiger Einsprachen ist das Sportsclinic-Projekt derzeit blockiert. Sofern bis Ende Jahr keine rechtsgültige Baubewilligung vorliegt, verfällt der Baurechtsvertrag. Zuberbühler verweist auf die beiden früheren Abstimmungen zum Thema. Zuletzt sprach sich im November 2015 eine Mehrheit für den Baurechtsvertrag zwischen der Gemeinde und der AF Immo AG, einer Tochtergesellschaft der Projektinitiantin Sportsmedicine Excellence AG, aus.

«Es ist kein Paradebeispiel für das Demokratieverständnis, wenn mittels Einsprachen so lange verzögert wird, bis Fristen ablaufen», sagt Zuberbühler. Auf diese Weise werde das Vorhaben verunmöglicht. Daher brauche es auf jeden Fall eine neue Volksabstimmung, ist er überzeugt. Abgesehen davon hätten die Initianten bereits viel Arbeit investiert. Laut Zuberbühler soll daher der Entscheid des Baubewilligungsverfahrens das Kriterium für eine Realisierung sein. Für jedes andere Projekt werde auch ein langer Verfahrensweg notwendig sein. Bereits bei der Konsultativabstimmung habe es jedoch keine wirklichen Alternativen gegeben, sagt Zuberbühler.

Unterschriften werden Ende Oktober übergeben

Der weitere Fahrplan ist eng. So dauert die Unterschriftensammlung nur bis zum 25. Oktober. Bereits Ende Monat soll die Petition dem Gemeinderat übergeben werden. Das Datum einer allfälligen Volksabstimmung ist offen. Ursprünglich stand der 26. November zur Debatte. Nach Ansicht der Petitionäre könnte ein Urnengang auch erst Anfang 2018 erfolgen.