REHETOBEL: Italianità im Urwaldhaus

Im historischen Wirtshaus wird seit dem 17. Mai italienische Gastfreundschaft gepflegt. Doch auch Liebhaber von gutbürgerlichen Gerichten kommen auf ihre Kosten.

Karin Erni
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Das neue Wirtepaar geniesst die ländliche Umgebung beim «Urwaldhaus». (Bild: Karin Erni)

Das neue Wirtepaar geniesst die ländliche Umgebung beim «Urwaldhaus». (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Das bekannte Restaurant Urwaldhaus im Weiler Robach in Rehetobel hat seit Mitte Mai neue Gastgeber. Maria D’Amato und ihr Partner Damiano Gadaleta sind kürzlich im historischen Gebäude eingezogen und bewirten die Gäste mit italienischer Herzlichkeit. Die beiden haben sich an einer früheren Arbeitsstätte in Weinfelden kennen und lieben gelernt. Im «Bären», wie das «Urwaldhaus» richtig heisst, wollen sie sich den Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen. «Wir haben gemerkt, dass die Zusammenarbeit zwischen uns gut funktioniert», sagt Maria D’Amato. Während sie sich um die Gäste kümmert, übt Damiano in der Küche sein Handwerk aus. Mit Ausnahme von Pizza findet der Gast fast alle bekannten Spezialitäten aus dem südlichen Nachbarland auf der Karte. Doch die beiden wagen sich auch an Urschweizerisches wie «Älplermagronen» heran.

Von Antipasti bis Zvieriplättli

Nicht fehlen dürfen im Sommer die Antipasti und Salate. Vielversprechend sind die hausgemachten Teigwaren, die mit diversen Saucen angeboten werden. In gefüllter Form findet man sie als feine Ravioli oder deftige Lasagne auf der Karte. Liebhaber von Risotto kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Neben italienischen Klassikern wie Filetto di Manzo oder Scaloppine steht auch ein Appenzeller Cordon bleu auf der übersichtlich gehaltenen Speisekarte. Beliebte Desserts wie Tiramisu oder Panna cotta runden das Angebot ab. Das Urwaldhaus-Brioche mit einer Glacekugel ist eine Eigenkreation. Alle Desserts seien hausgemacht, versichert Damiano Gadaleta. Wer sich für ein ganzes Menu entscheidet, erhält drei Gänge zu einem äusserst fairen Preis. Die Mittagsmenus sind vielseitig und wechseln täglich. Auf einer speziellen Stehkarte auf den Tischen sind sie jeweils für die ganze Woche ersichtlich. Tagsüber sind für den kleinen Hunger Plättli mit Käse und Mostbröckli erhältlich. Für Gruppen wird gerne auf spezielle Menuwünsche eingegangen.

Die Bären-Robach-Stiftung hat das Urwaldhaus im Jahr 2005 übernommen und ist seither für dessen Unterhalt und die Auswahl der Pächter besorgt. Stiftungsrat René Engeler sagt, sie hätten bewusst ein Wirtepaar ausgesucht, welches das Lokal auch tagsüber für Wanderer geöffnet halte. «Das Urwaldhaus wird in vielen Wanderbüchern erwähnt.» Das kulinarische Angebot solle eher in einem mittleren Preissegment liegen, so Engeler. «Gourmetlokale gibt es in Rehetobel schon genug.»

Ein besonderes Angebot hält der «Bären» für Anlässe und Gruppen bereit. Im Schopf haben die Zimmerschützen ihr Trainingslokal. Hier können die Gäste nach Voranmeldung unter kundiger Anleitung das Schiessen auf die 9-Meter-Distanz üben.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10 bis 14 Uhr und 17 bis 22.30 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr und 16 bis 23 Uhr; Sonntag 11 bis 22.30 Uhr; warme Küche 11.30 bis 14.00 Uhr und 17.30 bis 21.00 Uhr; Montag und Dienstag sind Ruhetage

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