REHETOBEL: Gemeinsam für die Sicherheit

Mit rund 200 Einsatzkräften sind am Samstag verschiedene fiktive Brände bekämpft worden. Die Organisationen des Bevölkerungsschutzes übten den gemeinsamen Einsatz bei einem Grossereignis.

Detlev Eberhard
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Mehrere Feuerwehren bekämpften am Samstag fiktive Brände in Rehetobel. (Bilder: PD)

Mehrere Feuerwehren bekämpften am Samstag fiktive Brände in Rehetobel. (Bilder: PD)

Detlev Eberhard

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Der Alarm erfolgte um 13.15 Uhr. Gemeldet wurde ein Brand mit starker Rauchentwicklung im Altersheim Krone. Für die Feuerwehr und die Polizei war dies zunächst ein normales Alltagsereignis, wenn auch in einer besonders sensiblen Umgebung. Vor Ort angekommen stellten die Einsatzkräfte fest, dass es diverse Verletzte und in Panik geratene Menschen gab und Evakuierungen notwendig waren. Die realistisch dargestellte Übungssituation präsentierte sich damit wesentlich dramatischer.

Die Feuerwehr bot Verstärkung und den Rettungsdienst auf. Die Polizei baute eine Gesamteinsatzleitung auf, der aufgebotene Gemeindeführungsstab kam hinzu. Mitten in dieses Szenario platzte die Meldung eines weiteren Brandes in der Alten Kanzlei. Damit wurde die Übung verschärft. Die beteiligten Einsatzkräfte mussten aufgeteilt werden. Am neuen Brandort ging es um Asylbewerberwohnungen, die zu evakuieren waren.

Inzwischen begann das Care-Team AR/AI mit der Betreuung der traumatisierten Betroffenen und Angehörigen. Auf den simulierten Schadenplätzen arbeitete nun ein Grossaufgebot der Feuerwehr. Aus einer einfachen Brandmeldung war ein Grossereignis geworden. Nach rund zwei Stunden war die Situation unter Kontrolle.

Gemeindeführungsstab übernimmt

Die Gesamteinsatzleitung übergab nun die Koordination der nachfolgenden Arbeiten dem Gemeindeführungsstab. Dieser wiederum hatte den Zivilschutz angefordert. Es blieben wichtige Fragen zu klären: Wer kümmert sich um den weiteren Verbleib der Evakuierten? Da eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden konnte: Sind Sicherheitsmassnahmen in der Gemeinde notwendig? Wer informiert die Medien und die Bevölkerung über die weiteren Massnahmen?

«Eine solches Grossereignis ist für die Einsatzleitung vor Ort eine besondere Herausforderung», sagen die Verantwortlichen. Die Organisationen müssen richtig eingesetzt werden. Sie sollen im Zusammenwirken optimale Wirkung entfalten und dürfen sich nicht gegenseitig behindern. Nach dem Ersteinsatz muss sichergestellt werden, dass auch die weiterführenden Massnahmen richtig und zeitgerecht angepackt werden. Diese Koordination ist anspruchsvoll und wird an solchen gemeinsamen Übungen trainiert. Das Ziel aller Anstrengungen ist die bestmögliche Sicherheit für die Bevölkerung.

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