REHETOBEL: Altersheim in Rehetobel: Neues Jahr, neue Chance

Wie es aussieht, läuft der Baurechtsvertrag für die Sportsclinic Ende Jahr aus. Optionen zur Zukunft des «Ob dem Holz» will der Gemeinderat Anfang 2018 erarbeiten.

Mea Mc Ghee
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Der Gemeinderat will sich Anfang des nächsten Jahres erneut mit der Zukunft des ehemaligen Altersheims «Ob dem Holz» befassen. (Bild: APZ)

Der Gemeinderat will sich Anfang des nächsten Jahres erneut mit der Zukunft des ehemaligen Altersheims «Ob dem Holz» befassen. (Bild: APZ)

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch

Das Interesse am ehemaligen Altersheim «Ob dem Holz» ist bei der Rehetobler Bevölkerung gross. Insgesamt 450 Personen haben sich Ende Oktober in zwei Petitionen geäussert. Die Einen wollen eine Verlängerung des Baurechtsvertrags mit den Initianten der Sportsclinic (AF Immo AG) erwirken, die Anderen begrüssen den ablehnenden Entscheid des Gemeinderates. «Die grosse Zahl an Unterschriften überrascht mich», sagt Gemeindepräsident Peter Bischoff. Er erklärt sich das Engagement mit der besonders schönen Lage des «Ob dem Holz».

Der Gemeinderat geht davon aus, dass der Baurechtsvertrag mit der AF Immo AG Ende Dezember ausläuft. Eine Verlängerung könnte nur mittels einer entsprechenden Volksabstimmung erreicht werden. Doch dieses Vorgehen strebt der Gemeinderat nicht an. Er begründet: Bis zu einem Eintrag ins Grundbuch könnten weitere zwei bis drei Jahre vergehen. Er erachtet es als fraglich, ob ein überarbeitetes Projekt Sportsclinic je realisiert werden könnte. Zudem zeigten die Investoren keine Bereitschaft, eine Leerstandsmiete zu zahlen oder sich an den Kosten für die Unterhaltsarbeiten für die Liegenschaft «Ob dem Holz» zu beteiligen. «Das Risiko liegt ganz bei der Gemeinde», bemängelt Peter Bischoff. Man sei im Gemeinderat nicht gegen die Sportsclinic, doch es seien zu viele Fragen ungeklärt.

Handlungsspielraum für die Gemeinde

Mit dem Entscheid, den Baurechtsvertrag nicht zu verlängern, erlange die Gemeinde Handlungsspielraum zurück, so Bischoff. Anfang des kommenden Jahres werde der Gemeinderat das weitere Vorgehen thematisieren. Denkbar sei, das «Ob dem Holz» erneut auszuschreiben. Alternativ könnte auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Fest steht: «Die Gemeinde hat keinen Nutzungsbedarf für die Liegenschaft.» Es gebe Kauf- oder Mietinteressenten, konkret sei jedoch nichts, sagt Gemeindepräsident Bischoff.

Hausanalyse im Dezember fertig

Im Dezember erwartet der Gemeinderat die Ergebnisse der Hausanalyse, welche beim Büro Schläpfer & Schweizer AG in Trogen in Auftrag gegeben worden ist. Wie es mit dem «Ob dem Holz» weitergeht, wird sich frühestens im nächsten Jahr zeigen. Wichtig ist: «Wir wollen eine Lösung, die den Einwohnern gefällt», so Bischoff. Sollte der Weg der öffentlichen Ausschreibung den Vorzug erhalten, könnten sich die AF Immo AG und neue Interessenten sowohl im Verkaufsfall wie im Baurechtsfall bewerben. So oder so hätten die Stimmbürger das letzte Wort über ein künftiges Projekt auf dem «Ob dem Holz».