Reglement für Abschreibungen wird aufgehoben

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Kirchberg Im Jahre 2002 hat der Gemeinderat ein Reglement über die Abschreibung des Verwaltungsvermögens beschlossen. Dieses Reglement wurde vorschriftsgemäss dem fakultativen Referendum unterstellt. Seitens der Bürgerschaft wurde keine Volksabstimmung verlangt, weshalb es am 14. Oktober 2002 vom Departement des Innern genehmigt und in Vollzug gesetzt ­wurde.

Nach dem Beschluss der Regierung des Kantons St. Gallen müssen alle Gemeinden des Kantons am 1. Januar 2019 das neue Rechnungsmodell (RMSG) anwenden und einführen. Das Reglement aus dem Jahre 2002 schreibt die degressive Abschreibungsmethode für das Verwaltungsvermögen vor.

Vor Einführung der Einheitsgemeinde am 1. Januar 2017 hat die Politische Gemeinde das Verwaltungsvermögen nach den Bestimmungen des Reglements ­degressiv abgeschrieben. Mit der Einheitsgemeinde übernahm die ab 2016 schuldenfreie Politische Gemeinde ein abzuschreibendes Verwaltungsvermögen der ehemaligen Schulgemeinden Kirchberg und Gähwil von 16,5 Millionen Franken. Die Abschreibungsquote 2017 der Einheitsgemeinde beträgt rund 1,9 Millionen Franken. Die beiden Schulgemeinden wählten bisher jedoch die lineare Abschreibungsmethode, weshalb es naheliegt, diese Methode auch in der Einheitsgemeinde zu wählen. Hinzu kommt, dass mit Einführung von RMSG die lineare Abschreibungsmethode vom Gesetz vorgeschrieben wird.

Der Kirchberger Gemeinderat hat deshalb gemäss Angaben im aktuellen «Gmeindsblatt» beschlossen, das Reglement über die Abschreibung des Verwaltungsvermögens bereits dieses Jahr aufzuheben, womit die line­are Abschreibungsmethode sofort angewendet werden kann.

Dieser Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum. Weiter hat der Rat beschlossen, bis zur Einführung von RMSG die lineare Abschreibungsmethode anzuwenden. (gem/aru)