REGION/GRABS: Schauexperte vertritt das Toggenburg

Mit dem Rücktritt von Erika Schlegel und Toni Huber verbleibt für das Toggenburg mit der Wahl von Fredi Louis nur noch ein Sitz im Vorstand des Bauernverbands.

Adi Lippuner
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Die scheidenden Vorstandsmitglieder, Toni Huber und Erika Schlegel, sowie der neu gewählte Fredi Louis (von links) (Bilder: Adi Lippuner)

Die scheidenden Vorstandsmitglieder, Toni Huber und Erika Schlegel, sowie der neu gewählte Fredi Louis (von links) (Bilder: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

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Die Delegierten des St. Galler Bauernverbands tagten am Mittwoch in der Mehrzweckhalle im Grabser Unterdorf. 275 Stimmberechtigte aus dem ganzen Kanton waren anwesend, um die anstehenden Geschäfte zu erledigen. Im Vorstand sollen Vertreter aus den acht Regionen, aber möglichst auch zwei Bäuerinnen dabei sein, wie Präsident Peter Nüesch, Balgach, betonte.

Neu gewählt wurden Fredi Louis, Ennetbühl, Heidi Preisig, Frümsen, und Andreas Studach, Mörschwil. Sie ersetzten Toni Huber, Oberhelfenschwil, Erika Schlegel, Hemberg, und Christian Vetsch, Sevelen. Von den Bisherigen stellten sich Präsident Peter Nüesch und die Vorstandsmitglieder Brigitte Ammann, Wattwil, Köbi Büsser, Amden, Bruno Wagner, Niederbüren, Emil Tschirky, Weisstannen, und Fredi Mosberger, Gossau, zur Verfügung.

Rücktritt von zwei Toggenburger Bauernvertretern

Erika Schlegel, Hemberg, war während sechs Jahren im Vorstand tätig und hat, unter anderem, die Interessen der Bäuerinnen eingebracht. Zudem engagierte sie sich an der Toggenburger Messe. «Die Anliegen der Landwirte vertreten und den Dialog mit der nicht-bäuerlichen Bevölkerung pflegen ist mir wichtig.» Diese Aufgabe wird sie, als Vorstandsmitglied des Toggenburger Bauernverbands, auch weiterhin wahrnehmen können. Doch aktuell ist ihr wichtig, dass sie, nachdem die drei Kinder flügge werden, vermehrt zusammen mit ihrem Mann auf dem Milchwirtschaftsbetrieb tätig sein kann.

Toni Huber, Oberhelfenschwil, wurde 2009 in den Vorstand gewählt, seit 2013 ist er Vizepräsident. Eigentlich hätte er noch eine weitere Amtsdauer anhängen können. Doch durch die Beschränkung auf zwölf Jahre wären mehrere Vorstandsmitglieder zum gleichen Zeitpunkt zurückgetreten, «und das finde ich nicht sinnvoll», so seine Ansicht. Während seiner Vorstandstätigkeit hat er zahlreiche Aufgaben wahrgenommen. Er engagierte sich für die Wiesenmeisterschaften im Kanton und die Initiative zur Ernährungssicherheit. Als Vizepräsident hatte er auch Einsicht in die Arbeit der Geschäftsstelle, der er eine speditive und professionelle Arbeitsweise attestiert.

Leiter eines traditionellen Milchwirtschaftsbetriebs

Der 35-jährige Ennetbühler Bauer Fredi Louis nimmt neu Einsitz im neunköpfigen Vorstand. Er vertritt inskünftig das Toggenburg und hat die Aufgabe, die Interessen dieser starken Bauernregion einzubringen. Als Leiter eines traditionellen Milchwirtschaftsbetriebs sind ihm die Herausforderungen seiner Berufskollegen bekannt, zudem kennt er als Schauexperte auch die Braunviehzucht. «Ich will einen Beitrag für die Landwirtschaft leisten, wir können nicht nur von der Verbandsarbeit profitieren, es gilt auch, etwas dafür zu tun.»

Im 45-köpfigen Landwirtschaftsrat verliert das Toggenburg zudem zwei Sitze. Dies, nachdem die beiden Delegierten des Schweizerischen Bauernverbands, Cornel Thalmann, Lütisburg-Tufertschwil, und Christian Gross, Ebnat-Kappel, im Rahmen einer Übergangslösung Einsitz hatten. 24 Personen sind von Amtes wegen im Rat vertreten, die übrigen werden von den Delegierten gewählt, es sind Vertreter verschiedener landwirtschaftlicher Verbände. Neu erhalten die Geflügelhalter mit Andreas Lehmann, St. Peterzell, und die Imker mit Felix Neyer, Abtwil, Einsitz im Rat.

Als Vertreterin des Bäuerinnenverbands wurde Margrit Müller, Schmerikon, neu gewählt und für den Obstverband nimmt neu Markus Müller, Muolen, Einsitz. Die restlichen Mitglieder des Landwirtschaftsrats wurden im Amt bestätigt.