REGIONALSPORT: Die Zuversicht ist zurück

Nachdem die letzte Saison mit einer Enttäuschung endete, will der UHC Herisau in diesem Jahr wieder in die Playoffs. Die Meisterschaft starten die Appenzeller heute abend gegen Widnau.

Patrik Kobler
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Der erst 19jährige Jan Keller soll als Captain den UHC Herisau in den kommenden Jahren prägen. (Bild: Patrik Kobler)

Der erst 19jährige Jan Keller soll als Captain den UHC Herisau in den kommenden Jahren prägen. (Bild: Patrik Kobler)

REGIONALSPORT. Die Erfolgstrainer Roman Bischof und Leonardo Venturini sind zurück beim UHC Herisau. Sie führten den Erstligisten in der Saison 14/15 bis in den Playoff-Halbfinal – es war der bislang grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte. Trotzdem trat das Duo danach zurück. Dort anknüpfen, wo sie aufgehört haben, können sie nicht. Die vergangene Saison war sportlich ein Rückschritt und endete mit einer Enttäuschung: Die Herisauer verpassten die Playoffs. Trainer Steve Furrer trat ins zweite Glied zurück und assistiert nun zusammen mit Venturini Headcoach Bischof.

Längst ist die Enttäuschung wieder der Zuversicht gewichen. Der UHC Herisau will in dieser Saison vorne mitspielen – mittelfristig will man sich sogar an die NLB herantasten. Eine Transferoffensive wie etwa der Ligakonkurrent Nesslau – er hat drei Finnen verpflichtet – hat man deswegen nicht gestartet. Namhaftester Neuzugang ist Christian Preisig. Der 37-Jährige bringt als langjähriger NLA-Spieler von WaSa viel Erfahrung ins Team. Ebenfalls vom St. Galler Nachbarn kehren Dario Löhrer und Jan Keller zu Herisau zurück. Sie haben Erfahrung in der obersten Spielkategorie gesammelt und werden bei den Appenzellern zu den Leistungsträgern gehören. Der erst 19jährige Keller wurde sogar zum Captain ernannt und soll in den kommenden Jahren «das Projekt» prägen. Assistenztrainer Venturini lobt ihn als einen, der immer «extrem Leistung» bringe und dadurch ein Vorbild sei. Neu dabei sind ausserdem Diego Frischknecht (aus dem Bündnerland) sowie Lukas Stucki und David van Haaften (aus dem Nachwuchs). Den Verein verlassen haben dagegen Captain Adrian Knecht und der langjährige Goalie Roger Holenstein sowie Christian Huber und Fabian Jucker. Venturini schätzt das Kader als etwa gleich stark wie in der vergangenen Saison ein. «Um die Playoffs zu erreichen, muss eine Leistungssteigerung her», sagt er. Dabei helfen soll ein zusätzliches, drittes Training. Es ist ein Schritt hin zum Leistungssport. Venturini: «Wenn wir uns Richtung NLB orientieren wollen, müssen wir einen höheren Rhythmus anschlagen.» Gebremst werden die Ambitionen durch das seit Jahren ungelöste Hallenproblem. Für die zusätzliche Trainingseinheit kann nicht die ganze Dreifachhalle im Sportzentrum genutzt werden, sondern lediglich ein Drittel. Das ist aus Sicht der Verantwortlichen nicht optimal. Die Vorbereitung bezeichnet Venturini als «durchzogen». Höhepunkt war der Sieg im Cupspiel gegen den B-Ligisten March Höfe. «Es hat aber auch schwächere Phasen gegeben», so der Rückkehrer.

Morgen Cupspiel gegen B-Ligist Sarganserland

Durchzogene Vorbereitung hin, durchzogene Vorbereitung her: Jetzt müssen die Herisauer bereit sein. Denn heute abend gilt es ernst. Sie starten auswärts bei den Gators in Widnau in die neue Saison. Morgen Sonntag steht um 13.30 Uhr zu Hause im Sportzentrum die nächste Cuprunde gegen den NLB-Club Sarganserland an. Bei den Widnauern ist der Respekt offenbar gross vor dem heutigen Startgegner. Auf der Webseite bezeichnen sie den UHC Herisau als Schwergewicht, der sich geschickt verstärkt hat und auf eine gute Breite im Kader zählen kann. Die Kaderbreite zählt auch Leo Venturini zu den Stärken seiner Mannschaft. Im Abschlusstraining am Donnerstag standen ihm vier Blöcke zur Verfügung. Zum Auftakt werden die Trainer die Kräfte aber bündeln.

Während die Widnauer zu den altbekannten Rivalen der Appenzeller gehören, so gibt es in dieser Saison auch neue Namen unter den Gegnern. Die Gruppe wurde von zehn auf zwölf Teams aufgestockt. Neu dabei sind die vier Aufsteiger United Toggenburg Bazenheid, Zuger Highlands, UH Red Lions Frauenfeld sowie Unihockey Limmattal und NLB-Absteiger Jona Uznach Flames.