Regionalfussball
FC Appenzell Damen mit zweitem Befreiungsschlag

Nach dem Sieg vor einer Woche in Bühler gelangten die 1.-Liga-Fussballerinnen des FC Appenzell auf dem Kunstrasen Wühre gegen den FFC Südost Zürich mit einem 5:1-Erfolg zu einem zweiten Befreiungsschlag.

Martin Kradolfer
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Barbara Dorsa (helles Leibchen) im Zweikampf.

Barbara Dorsa (helles Leibchen) im Zweikampf.

Bild: PD

Zum Abschluss der Vorrunde kletterten die Appenzeller Fussballdamen vom zehnten auf den sechsten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt aber nur zwei Zähler. Auch wenn der insgesamt erst vierte Saisonsieg gegen Südost Zürich nicht gefährdet war, darf er als nicht selbstverständlich bezeichnet werden. Erstens waren die Einheimischen erheblich ersatzgeschwächt und zweitens konnten die Gäste zeitweise gut mithalten und gingen gar in Führung.

Baldige Führung nach Gästetor

Die erste Chance erspielten sich die Einheimischen bereits in der 2. Minute, doch der Kopfball von Sabrina Niederer landete neben dem Gehäuse. Nach zehn Minuten gelangten die Gäste zu einer grossen Möglichkeit, trafen aber nicht.

In der 16. Minute gingen die Gäste durch einen Treffer aus kürzerer Distanz in Führung. Nur 120 Sekunden später drückte Janica Fässler aus rund 40 Metern ab und der Ball flog über die Torhüterin und knapp unter die Latte zum 1:1 ins Tor. In der 26. Minute bediente Joèlle Mazenauer ihre Kollegin Barbara Dorsa, die mit einem haltbaren Schuss Appenzell 2:1 in Führung schoss. In der 37. Minute gelang nach einem Angriff über rechts Salome Rohner mit einem Abschluss ins weite Eck das 3:1.

Zwei weitere Treffer gegen Ende des Spiels

Appenzell startete überlegen in die zweiten 45 Minuten, blieb aber (vorerst) ohne Torerfolg. So langsam gelangten die Zürcherinnen zu einigen Gegenstossmöglichkeiten. Nach einer guten Stunde hatte Torhüterin Anna Frei einen «Gewaltschuss» zu halten. Die Innerrhoderinnen boten danach einige gute Passkombinationen. In der 71. Minute köpfelte Brigitte Koster über das Gehäuse. Zwei Minuten weiter landete ein Ball von Salome Rohner am Innenpfosten, der dann an die Torhüterin prallte, welche nach Ansicht der Innerrhoderinnen hinter der Torlinie stand. Der etwas weit vom Geschehen stehende Schiedsrichter gab den Treffer aber nicht.

In der 81. Minute hatte dann dieselbe Innerrhoderin mit einem Schuss aus kurzer Distanz zum 4:1 mehr Glück. In der 89. Minute brachte Corinne Schiegg einen Ball hoch in die Mitte, wo Barbara Dorsa das Resultat auf 5:1 erhöhte.

Trainer nur mässig zufrieden

Trainer Juan Isler ist mit der Vorrunde mässig zufrieden, denn sein Team hatte schon bessere Zeiten. Er rechnete nicht damit, zwischenzeitlich in den Abstiegsbereich zu gelangen. Die Equipe habe eigentlich Potenzial für einen Platz im vorderen Mittelfeld. Die Appenzellerinnen wurden aber von Verletzungen nicht verschont, wirkten manchmal etwas genügsam und könnten sich im konditionellen Bereich noch verbessern.

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