Regionaler Charakter als Erfolgsrezept: Im Herbst erscheint die neue Version von Monopoly Appenzellerland

Ende dieses Jahres soll es eine neue Version des Monopolys Appenzellerland geben. Mit Umfragen in den sozialen Netzwerken und auf der eigenen Website hat das Liechtensteiner Unternehmen Unique Gaming Partners das Design der neuen Ausgabe – wenn möglich – den Wünschen entsprechend angepasst.

Eva Wenaweser
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So sah die erste Version des Appenzeller Monopolys aus, wie das Aussendesign der neuen Ausgabe aussieht, bleibt abzuwarten.

So sah die erste Version des Appenzeller Monopolys aus, wie das Aussendesign der neuen Ausgabe aussieht, bleibt abzuwarten.

Bild: Unique Gaming Partners

Die erste Version war innert kürzester Zeit ausverkauft. Anfang November bietet das Liechtensteiner Unternehmen Unique Gaming Partners eine neue Edition des Monopolys Appenzellerland zum Verkauf an. Laut dem Geschäftsführer André Tschumper wird es auch einige punktuelle Änderungen im Spiel geben – andere Felder und ein neues Aussendesign gehören dazu.

Regionale Monopolys sind ein Erfolg

In der Ostschweiz wurde letztes Jahr der Thurgau als letzter Kanton abgedeckt. Nun gibt es von allen Ostschweizer Kantonen eine eigene Monopoly Ausgabe, im Appenzellerland steht somit bereits die zweite Version in den Startlöchern und für die Stadt St. Gallen gibt es bereits eine eigene Ausgabe in Mundart. Schweizweit sind laut André Tschumper, Geschäftsführer von Unique Gaming Partners, alle Kantone abgedeckt oder folgen im nächsten Jahr. So sei beispielsweise die Ausgabe von Ob- und Nidwalden für nächstes Jahr geplant. Für Graubünden gebe es bereits die vierte Auflage, diese sei auf Deutsch und Romanisch und wahrscheinlich gerade deshalb so beliebt.
Die Themen für neue Spiele gehen laut Tschumper nicht aus, dieses Jahr gebe es sogar noch eine separate Version für das Engadin. Wenn das Monopoly Appenzellerland wieder ein solcher Erfolg werde, könne er sich gut vorstellen, die Kantone Ausserrhoden und Innerrhoden in einem nächsten Schritt getrennt abzudecken oder eine Ausgabe für Herisau zu machen. Anklang bei den Leuten fänden die regionalen Brettspiele allemal, daher werden auch vermehrt einzelne Städte oder Gemeinden abgedeckt. Und nur Regionen sind möglich: Laut Tschumper macht die Unique Gaming Partners AG auch Monopoly für Vereine oder Firmen. (evw) 

André Tschumper, Geschäftsführer von Unique Gaming Partners.

André Tschumper, Geschäftsführer von Unique Gaming Partners.

Bild: PD (11. Oktober 2019)

Mit Umfragen auf der Website und in den sozialen Netzwerken hat das Unternehmen gemäss Tschumper versucht, die neue Version den Wünschen der Appenzeller Bevölkerung entsprechend zu gestalten. Zum Teil haben sich auch Gemeinden aus dem Appenzellerland direkt mit Themenvorschlägen an sie gewandt. «Wir sind auf die Inputs angewiesen und wo es möglich ist, versuchen wir diese auch im Spiel umzusetzen», sagt Tschumper. Schliesslich soll es ein Spiel von der Region für die Region sein.

Aus der Region für die Region

Darin sieht Tschumper auch den Erfolg der regionalen Monopoly Ausgaben:

«Das Spiel Monopoly ist an sich bereits eine Weltmarke, aber mit dem regionalen Charakter haben wir auch einen Punkt bei den Schweizern getroffen.»

Für jeden Appenzeller oder jemanden, dem das Appenzellerland gefällt, sei dieses Spiel toll. Das sei auch bei den restlichen regionalen Ausgaben der Fall.

Die Unique Gaming Partners AG bietet auch vereinzelt stark verankerten Unternehmen der Region eine Präsenz auf dem Spiel an. Diese sollen aber gemäss Tschumper Sinn machen und nur in begrenzter Anzahl vergeben werden. Denn man wolle auf keinen Fall ein Werbespiel daraus machen. In diesen Fällen müssen die Firmen dann etwas für die Felder bezahlen. Es gebe aber keinen Pauschalbetrag, sondern die Summe unterscheide sich von Fall zu Fall.

Brettspiele haben durch Corona an Beliebtheit gewonnen

Laut Tschumper hat Unique Gaming Partners während der Coronazeit einen Anstieg der Bestellungen verzeichnet. «Die Leute schätzen auch im digitalen Zeitalter noch die traditionellen Brettspiele.» Gerade dadurch, dass man in den letzten Monaten viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen musste, seien die Leute wieder vermehrt auf den Geschmack gekommen.

Von der neuen Appenzellerland Ausgabe sollen vorerst rund 2000 Spiele produziert und zum Verkauf angeboten werden, mit der Option, danach noch mehr zu produzieren, sollte sie wieder so schnell ausverkauft sein. Tschumper sagt:

«Uns ist es wichtig, dass wir eine vernünftige Menge produzieren und dann allenfalls nachproduzieren und so die Möglichkeiten haben – wie auch in diesem Fall – das Spiel zu aktualisieren.»

So stelle man sicher, immer eine aktuelle Version im Sortiment zu haben.

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