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REGION: Wissen, wohin die Kirchbürger wollen

Nach den Fusionen beginnt die Arbeit: Die Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg mit Wattwil, Lichtensteig und Krinau will weiter zusammenwachsen. Dieses Ziel haben vier Anlässe in der zweiten Jahreshälfte.
«Leuchtende Kirchen»: Zwei Wochen strahlen die drei MTG-Kirchen abends wie hier in Lichtensteig in Grün. (Bild: PD)

«Leuchtende Kirchen»: Zwei Wochen strahlen die drei MTG-Kirchen abends wie hier in Lichtensteig in Grün. (Bild: PD)

Im aktuellen Kirchenboten der Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg (MTG) ist ein Flyer mit dem Titel «Drei Kirchen, eine Gemeinde, vier Anlässe» beigelegt. «Nach den Fusionen in den letzten Jahren wachsen wir als Volkskirche zusammen», steht darauf.

Aus Wattwil, Lichtensteig und Krinau ist in zwei Fusionen die grösste reformierte Toggenburger Kirchgemeinde mit über 3200 Mitgliedern geworden. Eine neue Gemeinde hat aber nicht automatisch eine gemeinsame Identität. «Das Zusammenwachsen fusionierter Kirchgemeinden zu einer Gemeinde ist ein Zehnjahresprojekt», sagt Paul Baumann, der in der reformierten Kantonalkirche Fusions­prozesse begleitet.

Zyklus beginnt mit der 50-Jahr-Feier

Aus diesem Grund finden im MTG in der zweiten Jahreshälfte vier Anlässe statt. «Wir wollen damit bei den Kirchbürgern in den einzelnen Ortschaften das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit wecken», sagt Heinrich Zweifel, Präsident der Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg. Höhepunkt der Anlässe ist eine Zukunftskonferenz, an der die Kirchbürger die Zukunft der Gemeinde mitbestimmen.

Der Zyklus beginnt mit der Feier «50 Jahre Kirche Lichtensteig» am 10. September. In Lichtensteig steht die jüngste der drei MTG-Kirchen: In den 1960er-Jahren haben die Reformierten beschlossen, ein eigenes Gotteshaus zu bauen.

Alle reformierten Haushalte bekommen Post

Danach geht es weiter mit einer Postkartenaktion. Alle reformierten Haushalte bekommen Postkarten mit den MTG-Kirchen – oder einer anderen Baute an ihrer Stelle. Ein Hochhaus zum Beispiel, oder auch gar nichts. «Die Kirchen prägen ganz selbstverständlich das Ortsbild von Wattwil, Lichtensteig und Krinau», sagt Zweifel. Die Postkarten regen damit zum Nachdenken an. Das anschliessende Projekt, «Leuchtende Kirchen», weist auf den letzen Anlass hin, eine öffentliche Zukunftswerkstatt. Dazu werden zwei Wochen die Kirchen von Wattwil, Lichtensteig und Krinau abends grün angestrahlt und bringen die Kirchen so neu ins Bewusstsein der Bevölkerung.

Ein Viertel weniger Gemeinden

Die Zukunftskonferenz am 11. November ist ein Gruppenprozess, in dem die Kirchbürger Einfluss auf die Pläne der Kirchgemeinde für die kommenden Jahre nehmen. «Die Kirchenvorsteherschaft hofft, dass möglichst viele unterschiedliche Personen diese Chance wahrnehmen», sagt Zweifel. «Es kann sein, dass dabei ein Thema wie der Bau eines Kirchgemeindehauses auf den Tisch kommt.» Aber warum braucht das MTG eine gemeinsame Identität? «In den drei Ortschaften gibt es bereits lokale kirchliche Traditionen», sagt Zweifel. «Aber wenn wir als Kirche eine starke Infrastruktur behalten und das öffentliche Leben mitprägen wollen, brauchen wir auch eine Bindung zur ganzen Gemeinde.» Vor dieser Herausforderung stehen mehrere Kirchgemeinden im Kanton. Seit 2012 ist die Zahl der Gemeinden durch zahlreiche Fusionen von 55 auf 40 geschrumpft. Die meisten ­Zusammenschlüsse gab es im Toggenburg. (pd)

Die vier Anlässe: 10. September, 10 bis 16 Uhr: 50 Jahre Kirche Lichtensteig; 1. Oktober bis 11. November: Postkartenaktion; 29. Oktober bis 11. November: Leuchtende Kirchen; 11. November, 9 bis 12.30 Uhr, Kirche Wattwil: Zukunftskonferenz.

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