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REGION: Unbeliebtes aufschieben ist beliebt

Die Frist läuft: Bis 31. März müssen Privatpersonen die Steuererklärung einreichen. In punkto Abgabetermin, Fristverlängerung und Qualität sind in der Stadt Wil und in Nachbargemeinden klare Tendenzen erkennbar.
Angelina Donati
Zurzeit brüten viele über ihre Steuererklärung. Etwa die Hälfte der Bürger füllt die Formulare elektronisch aus. (Bild: Benjamin Manser)

Zurzeit brüten viele über ihre Steuererklärung. Etwa die Hälfte der Bürger füllt die Formulare elektronisch aus. (Bild: Benjamin Manser)

Angelina Donati

angelina.donati

@wilerzeitung.ch

Mit dem Beginn des neuen Jahres liegt auch schon die neue Steuererklärung auf dem Tisch. Während sich die einen über die noch leeren Dokumente die Haare raufen könnten, haben andere ihre wahre Freude am Ausfüllen. Die ersten Steuererklärungen tröpfeln bei den Gemeindekanzleien Wil, Uzwil, Zuzwil und Kirchberg schon wenige Tage nach dem Versand in die Haushalte ein, wie eine Anfrage bei den Gemeinden zeigt. Oder sogar schon am ersten möglichen Tag, wie Janine Ryser vom Steueramt Zuzwil sagt. «Einige Kunden bereiten bereits im Vornherein alles vor und füllen die Dokumente gleich aus», sagt Pius Stössel, Leiter Steuern der Gemeinde Uzwil.

Die grosse Flut folgt Ende März/Anfang April

Die meisten steuerpflichtigen Personen warten allerdings den Stichtag am 31. März ab. So spricht Zuzwil wie auch Uzwil von einem Schwall zwischen Mitte März und Mitte April. Auch Hansueli Reutegger, Leiter Steueramt Stadt Wil, sagt, die meisten Steuererklärungen würden in der letzten Woche März bis Anfang April eingereicht. Von einem «starken» Monat März spricht auch Jasmin Länzlinger, Leiterin Steueramt Kirchberg. «Ausserdem stellen wir fest, dass Leute oft Schlecht-Wetter-Wochenenden zum Anlass nehmen, die Dokumente auszufüllen», sagt sie. Auch die Frühlingsferien gehören zu einem beliebten Datum. Generell stellt sie aber fest, dass jeder seinen eigenen Rhythmus beim Ausfüllen der Steuererklärung hat. «Während die einen alle Dokumente beisammen haben und sofort loslegen, schieben es andere auf oder müssen noch Formulare abwarten.» Das sagt auch Hansueli Reutegger, Leiter Steueramt der Stadt Wil: «Einige müssen zum Beispiel zuerst die Versammlung der Stockwerkeigentümer abwarten, ehe sie ihre Formulare vervollständigen können.»

Eingangsdatum hat grossen Einfluss

Je früher die Steuererklärung eingereicht wird, desto besser – sind sich alle befragten Steueramtsleiter einig. Denn auf allen Gemeinden werden die Steuerveranlagungen nach Eingangsdatum erledigt. Den Bürgerinnen und Bürgern kommt dies insofern zugute, als dass sie somit die definitive Abrechnung schneller auf dem Tisch haben. Während die Schnellsten innert weniger Wochen Antwort erhalten, verzögert sich dies bei anderen aufgrund der Masse immer weiter nach hinten.

Ob in der Stadt Wil mit 15500 Steuerpflichtigen, in den Gemeinden Uzwil mit 8000, in Kirchberg mit 5053 oder in Zuzwil mit 2910 Steuerpflichtigen – bei allen hat die Zahl der Fristverlängerungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. «Bei uns sind es ungefähr 1000 Personen, die jeweils eine Fristverlängerung beantragen», sagt Pius Stössel in Uzwil. «Besonders online wird davon rege Gebrauch gemacht.» Dem pflichtet auch Jasmin Länzlinger für Kirchberg bei. «Mit der App ist es schnell gemacht. Viele verlängern die Frist vorsichtshalber, reichen ihre Dokumente dann aber trotzdem bis 31. März ein.»

Qualität der ausgefüllten Formulare nimmt zu

Wem sich bei der Steuererklärung Unklarheiten oder Fragen auftun, dem geben die Mitarbeiter der Steuerämter der jeweiligen Gemeinden Auskunft. Sie raten zudem, die Dokumente der Einfachheit halber elektronisch auszufüllen. Wer beim Ausfüllen Hilfe benötigt, tue gut daran, einen Treuhänder beizuziehen. «Das macht vor allem Sinn, wenn man sich die Spesenregelung kompliziert gestaltet oder es um ausserordentliche Ereignisse geht, die nicht jedes Jahr vorkommen», sagt Pius Stössel. Bislang sind es im Kanton St. Gallen rund 50 Prozent der Steuerpflichtigen Personen, die ihre Steuererklärung elektronisch ausfüllen. Tendenz steigend. Die Software wird laufend optimiert und soll den Kunden möglichst einfach durch das Programm hindurchführen. Was sich schliesslich auch im Ergebnis zeigt: «Langfristig gesehen nimmt die Qualität der ausgefüllten Steuererklärungen zu», sagt Jasmin Länzlinger von Kirchberg.

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