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REGION: Potz Blitz in Wildhaus

Im Durchschnitt schlägt der Blitz auf dem Gebiet der obersten Toggenburger ­Gemeinde rund 3,85-mal pro Jahr ein. Ganz besondere Anziehungskraft hat aber der Säntis.
Armando Bianco
Blitze sind die Folge einer Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. (Bilder: PD)

Blitze sind die Folge einer Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. (Bilder: PD)

Armando Bianco

redaktion@toggenburgmedien.ch

Mehr als 88 800 Blitze schlagen im Schnitt pro Jahr auf Schweizer Boden ein. Im ersten Halbjahr 2017 zählte der Informationsdienst Blids (Blitzinformations-Dienst Siemens) bereits 42 500 Blitzeinschläge. Registriert werden nur Blitze, welche den Boden erreichen. Vielfach mehr Blitze verpuffen in den Wolken und ­gelangen gar nicht auf den Erdboden. Die Daten von Blids werden von Wetterdiensten, Energieversorgern, Industrieunternehmen und Versicherungen genutzt.

Aufgrund der Topografie und der Luftfeuchtigkeit gibt es grosse Unterschiede bei den Blitzeinschlägen in den Schweizer Regionen, allerdings zeigen sich eindeutige Tendenzen. Die höchste Blitzdichte der letzten zehn Jahre wurde im Tessin festgestellt, der Kanton St. Gallen befindet sich in der Rangliste im hinteren Drittel.

In Gams sind Blitze weitaus aktiver als in Buchs

Es ist noch nicht lange her, seit der Blitz in den Grabser Kirchturm eingeschlagen hat, das Video davon sorgte für Aufsehen und wurde unzählige Male angeklickt und kommentiert. Generell ist Grabs aber nicht eine Gemeinde mit besonders vielen Blitzeinschlägen, weitaus häufiger trifft es nämlich Wildhaus-Alt St. Johann. Im Durchschnitt 3,85-mal pro Jahr und Quadratkilometer schlägt der Blitz auf dem Gebiet der obersten Toggenburger Gemeinde ein. Damit liegt sie auf Rang 157 von aktuell rund 2250 Gemeinden.

Weit davon entfernt sind die Werdenberger Gemeinden, und doch ist die Bandbreite recht gross. Am wenigsten häufig schlägt der Blitz in der Gemeinde Wartau ein, diese liegt an Position 2148 von 2506 Gemeinden. Am häufigsten «kracht» es in Gams (Position 1566). Die wei­teren Gemeinden sind Grabs (1574), Sennwald (1614), Sevelen (1838) und Buchs (2126).

Die Zahlen wurden von Blids im Zeitraum 2005 bis 2016 er­hoben und kürzlich auf «Tages-Anzeiger online» als interaktive Grafik veröffentlicht. Blids nutzt mehr als 155 verbundene Messstationen in Europa, die Gewitterblitze werden in der Schweiz auf bis zu 100 Meter genau geortet.

Der Säntis mit den Anlagen zieht Blitze magisch an

Auf den ersten 30 Plätzen liegen mit einer Ausnahme allesamt Orte aus dem Tessin, einzige Ausnahme bildet die Gemeinde Schwende aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden. Hier findet sich der Hinweis auf die für die Re­gion aussergewöhnlich hohe Blitzaktivität im Gebiet von Wildhaus-Alt St. Johann. Es ist der Säntisgipfel, der die Blitze magisch anzieht, und dieser Gipfel verteilt sich auf dem Boden dreier Gemeinden: Schwende, Wildhaus-Alt St. Johann und Hundwil.

Mit seiner exponierten Lage in den Voralpen, direkt am Rand des Flachlands, und den vielen Antennen und Gebäuden auf dem Gipfel ziehe der Berg Blitze regelrecht an, so Stephan Thern vom Infodienst Blids. Auf dem Säntis stehen mehrere technische Anlagen und Antennen, der grösste Sendeturm ist satte 123 Meter hoch. Rund 100-mal pro Jahr kracht ein Blitz in den Säntis, an sehr aktiven Tagen schlägt er gerne auch mehrmals ein.

In aller Regel tritt ein Blitz während eines Gewitters infolge einer elektrostatischen Aufladung der wolkenbildenden Wassertröpfchen oder der Regentropfen auf. Blitze sind die Folge einer Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde.

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