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REGION: Nächtliche Gefahren auf der Skipiste

Skitourenläufer und Skifahrer, die nachts auf den Pisten unterwegs sind, riskieren ihr Leben. Einzelne Bergbahnen sensibilisieren nun für das Thema.
Die Pistenfahrzeuge sind mit Seilen gesichert. Diese können für nächtliche Skitourenfahrer zur tödlichen Gefahr werden. (Bild: Pizolbahnen AG)

Die Pistenfahrzeuge sind mit Seilen gesichert. Diese können für nächtliche Skitourenfahrer zur tödlichen Gefahr werden. (Bild: Pizolbahnen AG)

Noch ist es auf den Skipisten am Pizol im Zusammenhang mit Skitourenläufern, die bei Dunkelheit unterwegs sind, zu keinen Unfällen gekommen. «Das möchten wir gerne so beibehalten», erklärt Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen AG. Zunehmend werden aber nächtliche Aktivitäten auf den gesperrten Pisten beobachtet, was den Bergbahnbetreiber dazu veranlasst, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. «Aus diesem Grund haben wir den Schritt an die Medien gesucht.»

Meldungen der Pistenfahrzeugfahrer über gefährliche Begegnungen mit nächtlichen Pistenbenützern hätten sich in letzter Zeit gehäuft, erklärt Markus Oertle, Technischer Leiter der Pizolbahnen. «Immer wieder sind Skitourenläufer in der Dunkelheit mit Stirnlampen unterwegs. Also genau in jenem Zeitraum, in welchem die Pisten für den nächsten Tag präpariert werden», so Oertle. Vor allem die kaum sichtbaren Windenseile der Pistenfahrzeuge seien eine grosse Gefahr.

Dies bestätigt auch Jürg Schustereit, Leiter Marketing bei den Bergbahnen Wildhaus AG: «Diese Stahlseile, welche die Pistenmaschinen sichern, sind mit mehreren Tonnen abgespannt. Wenn die Fahrzeuge wenden, versetzen sich die Seile und können dann über die Piste gespannt oder im Schnee versteckt sein.»

Pisten können unfahrbar werden

Nächtliche Skitouren- und Skifahrer seien aber eher in der Vorsaison ein Problem, wenn technisch beschneit und mit Maschinen die Pisten präparieren werden. «Zum Glück gibt es auch Vernünftige, die uns vorher anfragen, wo wir gerade am Präparieren sind», sagt Schustereit und fährt fort: «Skitouren zur sportlichen Ertüchtigung sind zu einem Feierabend-Trend geworden.»

Die nächtlichen Skifahrer sorgen ausserdem auf den Pisten für ein anderes, ärgerliches Problem. «Sie hinterlassen auf den frisch präparierten Pisten tiefe Spuren. Wenn diese gefrieren und je nach Schneebeschaffenheit und Saison kann die Piste am Morgen fast unfahrbar sein. Das ist für uns ein grosser und teurer Schaden. Oft ist es auch gar nicht mehr möglich, die Piste nochmals zu präparieren», erklärt Jürg Schustereit.

Skifahrer oder auch nicht autorisierte Fahrzeuge, die nach Pistenschluss auf den Pisten unterwegs sind, sind auch bei den Toggenburg Bergbahnen AG bekannt. «Dieses Verhalten ist mit erheblichen Gefahren verbunden», sagt Verwaltungsratspräsidentin Mélanie Eppenberger und ergänzt: «Skifahrer bewegen sich auf Pisten ausserhalb der Öffnungszeiten auf eigene Verantwortung und nehmen grosse Risiken in Kauf.» Die Pisten seien offiziell geschlossen, um die Präparierung mit Pistenfahrzeugen, welche teilweise mit Seilwinden ausgerüstet sind, zu ermöglichen. «Die eigene Verantwortung und der Respekt vor der geleisteten Arbeit sollte alle davon abhalten, Fahrten auf geschlossenen Pisten zu unternehmen», ergänzt sie.

Das Glück – wie in den hiesigen Regionen, wo bisher noch keine Zwischenfälle zu verzeichnen waren – hatten nicht alle Skigebiete. «Es hat immer wieder Unfälle gegeben, im benachbarten Ausland leider sogar tödliche», bestätigt Andreas Keller vom Verband Seilbahnen Schweiz.

Andreas Hörner,

Hanspeter Thurnherr

redaktion@toggenburgmedien.ch

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