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REGION: Mobilfunkantennen: Wo sie im Toggenburg überall gen Himmel ragen

Damit der stetig zunehmende Verkehr von Daten aufrechterhalten werden kann, müssen die Mobilfunkbetreiber immer leistungsfähigere Sendeantennen aufbauen. Die Anlagen sind aber vielen Menschen ein Dorn im Auge.
Noëlle Lee
Gerade, wenn von der Natur umgeben, stehen Mobilfunkantennen oft in der Kritik. (Bild: Susann Basler)

Gerade, wenn von der Natur umgeben, stehen Mobilfunkantennen oft in der Kritik. (Bild: Susann Basler)

Es wimmelt nur so von blauen und pinken Punkten auf der Karte, die das Bundesamt für Kommunikation auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellt. Darauf sind alle Sendeanlagen der Schweiz eingezeichnet. Sie alle zu zählen wäre eine unglaublich leidige Arbeit, aber es müssen Tausende sein. Allein in der Region Kirchberg ragen sieben solcher Anlagen gen Himmel, im Gebiet Wildhaus-Alt St. Johann sechs und im ganzen Toggenburg beinahe 50. Und es werden, durch den steigenden Datenverkehr bedingt, im ganzen Land immer mehr. Um den Massen an Daten Herr zu werden, müssen die Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt ihr Netz von Sendeantennen stetig erneuern und ausbauen. Davon sind aber längst nicht alle begeistert. Selten hört man jemanden sagen, er würde gerne neben einem Sendemast wohnen. Bedenken haben viele, nicht nur, weil die Anlagen nicht besonders viel zum Landschaftsbild beitragen, sondern auch wegen mutmasslicher gesundheitlicher Folgen.

Es ist paradox: Niemand möchte die Antennen in seiner Nähe, aber ein Alltag ohne garantierte Erreichbarkeit und konstantem Internetzugriff wird für viele immer unvorstellbarer.

Widerstand wegen Natur und Gesundheit

Gerade, wenn von der Natur umgeben, stehen Mobilfunkantennen oft in der Kritik. (Bild: Susann Basler)

Gerade, wenn von der Natur umgeben, stehen Mobilfunkantennen oft in der Kritik. (Bild: Susann Basler)

Da sich der Datenverkehr laut Swisscom jedes Jahr verdoppelt, stösst die 4G Infrastruktur immer mehr an ihre Grenzen. Deshalb soll bald die nächste leistungsfähigere Mobilfunkgeneration «5G» eingeführt werden. Mögliche Folge davon ist, dass weitere Mobilfunkantennen aufgestellt werden müssen, falls die bestehenden nicht mit der neuen Technologie aufgerüstet werden können. Wenn es dazu kommt, dass neue Mobilfunkantennen entstehen sollen, können Einwohner während 14 Tagen Einspruch gegen das Baugesuch erheben. Doch nur, wenn sie ein eigenes schutzwürdiges Interesse geltend machen können. Falls die Einwände gegen den Bau die Verschandelung des Orts- und Landschaftsbildes betreffen, hat die Gemeinde einen gewissen Spielraum bei der Beurteilung des Gesuches. Schwieriger wird es, wenn gesundheitliche Bedenken geäussert werden. Ob die elek­tromagnetischen Strahlen der Antennen tatsächlich einen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen haben, ist nicht wissenschaftlich erwiesen. Deshalb ist in dieser Beziehung nur entscheidend, ob der von der Verordnung über nichtionisierende Strahlung festgelegte Grenzwert eingehalten wird.

Es scheint also, als müsste die Bevölkerung einen Kompromiss eingehen, wenn der heutige Standard beibehalten werden soll.

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